Band 
Erster Theil.
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Gegenden über Liska, wo abermals mittelst einer schlechten Brückeund Furth das Lvbische Wasser passtrt wurde, und so endlich nacheinem beschwerlichen Marsche von iZ Stunden um 3 Uhr Nach-mittags nach Hermsdorf, man horte das lebhafte Feuer des Ge-fechtes bei Königswarthe, als vom Gen. Barklay der Befehl ein-traf, die Spree bei Hermsdorf zu passiren, gegen Warthe vorzu-rücken, und alles anzugreifen, was man vom Feinde auf der durchWarrhe gehenden Straße nach Hoyerswerda vorfinden werde, in-dem der Gen. Barklay vermeinte, den glücklichen Erfolg des An-griffes der russischen Truppen auf Königswarthe durch einen An-griff in des Feindes linke Flanke zu vervollständigen.

Der Gen. Hort ließ sogleich die Vortruppen seiner Kolonnedie aus dein Zten Husaren-Regiment und dem vereinigten Füsilier-Bataillon des Leib - und ostpreußischen Infanterie - RegimentSbestanden, auf dem Wege nach Wartha vorrücken, als die Mel-dung anlangte, daß eine sehr bedeutende feindliche Kolonne vonWartha her anrücke, die schon bei Weißig vorbei auf der großenStrafe nach Bautzen im Vorrücken begriffen sey, und mit ihrenScharfschützen den Wald zu gewinnen suche, hinter welchem diepreußischen Vortruppen marschirten.

Sogleich ließ der Gen. Hork den Saum des Waldes mitScharfschützen besetzen, und eine reitende Batterie auf einer Höhezwischen zwei Waldspitzen auffahren, die das gegen Weißig vor-liegende Terrain, welches vom Feinde passirt werden mußte, be-ffreichen konnte, das Feuer der Scharfschützen wurde lebhaft, meh-rere Kanonenschüsse auf die Spitze der feindlichen Kolonne mitErfolg gerichtet, brachten diese zum Stutzen.

Es war -s Uhr Nachmittags, das preußische Eorps sollte soeben aufmarschiren, als es den neuen Befehl erhielt, zurück nachJohnsdorf zu marschiren, um sich dort an die russischen Truppenanzuschließen; da nun aber das Gefecht schon sehr lebhaft gewor-den war, so wurde dem Oberstlieut. Steinmetz aufgetragen, denRückmarsch des Corps durch eine Nachhut zu decken, zu welcherdas 'sie ostpreußische und das Leib- Infanterie-Regiment, dasiste westprenßische Dragoner-Regiment und die reitende BatterieNo. 2 . befehliget wurde.

Diese Truppen waren nehmlich bereits im lebhaften Gefechte,indem sie das Dorf Weißig, so wie die freie Höhe auf welcherdie Batterie stand, und den Saum der vorliegenden Wälder auchforthin behaupteten, bis die Kolonne bei Johnsdorf angekommen,und die Brigade des Oberst von Horn sich bereits auf dem rech-ten Flügel der russischen Truppen vor und seitwärts Johnsdorfaufgestellt hatte.

Um diese Zeit zog sich der Oberstlieut. Steinmetz, laut derihm gegebenen Befehle, nachdem ihm früher noch das vereinigteFüsilier-Bataillon des üten und 6ten Infanterie-Regiments alöUnterstützung gesendet war, von Weißig und aus den Waldes»zurück, um dem Marsche des Corps zu folgen, allein bereits >>nRückmarsch begriffen, erhielt er von d.em Gen. Barklay den ver-änderten Befehl, er solle vorrücken und das Dorf Weißig und