Gegend, und die dortigen Hohen bis zur einbrechenden Nachtbehaupten.
Es war dieser Auftrag gleich schwierig und gefährlich, indemdas zahlreiche feindliche Zte Armeecorps (Lauriston) bei dem an-getretenen Rückmarsch der Preußen, sogleich das Dorf Weißigsehr stark besetzt, auch sehr zahlreiche Scharfschützen in die Wäl-der geworfen, und mehrere Batterien aufgefahren hatte, welcheden Rückmarsch der Nachhut mit Haubitzgranaten bewarfen. Den-noch drehte die Nachhut schnell um, die Bataillons des Fußvolkesgriffen die feindlichen Scharfschützen in den Wäldern schnell'an,und warfen sie zurück, selbst die Batterien wurden aufs neue aufder vortheilhaft gelegenen Hohe ausgesteift, und noch durch diehalbe >2pfündige Batterie vermehrt, welche nun gemeinschaftlichmit sehr großer Wirkung die feindlichen Angriffskolonnen be-schaffen. Das Gefecht wurde nun immer lebhafter, weil derFeind seine zahlreichen Kräfte auf diesem Punkte vereinigte, unddein schwachen preußischen Corps bedeutend überlegen war — eswar von Seiten der Verbündeten schon an keinen Sieg, nicht andas Zurückwerfen des Feindes mehr zu denken, denn die tapfernpreußischen Truppen mußten alles anwenden, um durch Anstren-gung ihrer Kräfte sich zu behaupten; damit dieses möglich würde,rückte zunächst die preußische Brigade des Oberst Horn, so wiespäter die erste russische Grenadier-Division (aus den Grenadier-Regimecktern Ekatarinoslaw, Araktscheef, St. Petersburgsche undTaurische, von dem Gen. Mas. Sulima befehliget) der Nachhutals Unterstützung von Iohnsdorf heran; der Kampf in den Wäl-dern wurde mit jedem Augenblick heftiger, die Bataillone löstensich in den Gebüschen auf, meist als Scharfschützen fechtend —ber Feind wurde vom Vordringen abgehalten, die freie von derArtillerie besetzte Höhe fortdauernd behauptet.
Als nun der Abend dunkelte, würde hierauf der größte Theilder Artillerie auf dem Wege nach Zohnsdorf zurückgeschickt, diesebefand sich in einem hinter der Stellung befindlichen Hohlwege,als es dem Feinde unerwartet gelang, mit einer starken geschlosse-nen Kolonne, auf der Straße von HoyerSwerda vorzudringen —und es war dies der entscheidendste Augenblick im Gange desGefechtes, denn es konnte dem Feinde so gelingen, das Zentrumder preußischen Linie zu.durchbrechen, den rechten von dem linken«lugel zu trennen, das Geschütz im Hohlwege zu erobern.
^ .Und es wurde dem Feinde das preußische Leib-Infanterie-regiment entgegen gesendet, sich ohne zu schießen mit dem Bajo-nett auf per, Feind zu werfen, das litthauische Dragoner-Regi-menr und die erste russische Grenadier-Brigade um es zu unter-stützen, und die halbe 6pfünd. Fußbatterie des Lieut. Lange wurdenuf geoßerr Straße so gestellt, um den Feind am Aüsgangedes Waldes wirksam zu empfangen; der Feind rückte im Sturm-schritt unter dem Wirbel seiner Trommeln heran, und nicht dasKartatschen- und kleine Gewehrfeuer, ob es gleich seine Wirkungnickt verfehlte, hielten ihn vom Vordringen ab. Da führte der^en. Maj. Lorswandt das litthauische, und das rste weftppeußffche