fehl, die vorliegenden Hohen mit Sturm zu erobern. Die wük-tembergsche Division des Gen. Lieut. Franquemvnt war im erstenTreffen, ihr folgte die Division Morand und die wärtembergscheReiterei nach; diese Truppen stürmten die Krekwiher Hohen zwei;
' mal vergeblich, die Brigade des Obersten v> Klüx warf sie mit demBajonett zurück, wobei das 2te Reserve-Bataillon des Leib-In-fanterie-Regiments, unter dem Major Othograven, von dem zwei-ten Bataillon des würtembergschen Linien-Infanterie-RegimentsHerzog Wilhelm einen Oberstlieutenant, 7 Offizier und Zoo Ge-meine zu Gefangenen machte, — Endlich aber wurden die Preu-ßen doch genothiget, die Anhöhen zu verlassen, und sich nach Bursch-witz zurückzuziehen, wohin sich der bereits auf dem Marsche nachden Spitzbergen begriffene Theil der brandenburgschen Brigade,gleichfalls zurückzog.
Der Kaiser Napoleon hatte, nachdem er alle Punkte ange-griffen, sich endlich überzeugt, daß die Krekwiher Hohen der Schlüs-sel zu der Stellung des verbündeten Heeres waren; er griff des-halb mit überlegenen Streitkräften, den aussp-ringenden Winkeldeö convercn Bogens der Schlachtordnung an, um so taktisch dieFrontlinie zu durchbrechen, während er alle ihm zu Gebote ste-hende strategische Maßregeln vernachlässigte.
Auch war es dem Feinde bereits auf einen Augenblick gelun-gen, sich des Dorfes Krekwih zu bemächtigen, allein sowohl dieTruppen von» Corps des Gen. v. Blücher, als auch ein Angriffin des Feindes rechte Flanke, von dem Füsilier-Bataillon des2ten ostpreußischen Infanterie-Regiments und einer reitendenBatterie vom Corpö deö Generals v. Uork, gelang so vollkommen,daß der Feind das Dorf wieder verlassen mußte. Der Gen. v. Blü-cher verlangte jetzt du.'ch das Corps des Generals v. Bork schnellunterstützt zu werden, aber dem Gen.ft). Bork war es unmöglich,seinen wichtigen Posten, der allein die Verbindung zwischen derrussischen Hauptstellung und dem v. Blücherschen Corps deckte, imAngesicht eines zahlreichen Feindes zu verkästen, daher sandte er,daß man einen Theil der russischen Garden zu seiner Ablösungschicke, und noch ehe diese, vom linken Flügel her, unter dem Gcn-Lieut. Iermolow endlich eintraf, marschirte er eiligst rechts ab,zur Unterstützung der Krekwiher Höhen, indem er sein im Feuerbefindliches Position-Geschütz, durch das erste Bataillon des LlenInfanterie-Regiments und das vereinigte Füsilier-Bataillon deöLten und 6ten Infanterie-Regiments, gedeckt zurückließ. Der Ge-neral v. York marschirte durch Litten, ließ das Dorf Krekwitz rechtsliegen, und war über das Defilee der kleinen Spree, als er erfuhr,daß die Hohen bereits^hatten aufgegeben werden müssen. Siewaren bereits von Zo Stück französischen Geschützes, unter demGeneral Deveaux beseht, welcher ein fürchterliches Feuer machte,während ihm die kaiserlichen Garden und alle Reserve-Artillerie,als Unterstützung nachgefolgt waren.
Das Corps des Generals Barklay blieb den ganzen Tag hin-durch im heftigsten und ungleichen Kampfe, mit dem Zten feind-lichen Corps und einem Theil des drittem