Band 
Erster Theil.
Seite
179
JPEG-Download
 

-79

Feinde entgegenstellt, den Marsch l der Armee deckt und bei Sie-gersdorf Posio faßt. Die ?lrriergarde des Corps vom Generalv. Blücher deckt den Weg von Naumburg.

Alle Corpö insgesammt marschiren rechts ab, und schickenihre Offiziere vom Generalstabe sogleich beim Abmarschiren vor-aus, um die Position bei Bunzlau in Augenschein zu nehmen.Da beide Kolonnen bei Bunzlau über die Bober nur eine Brückezu passiren haben, so wird der Gen. v. Blücher einen Stabsoffiziermit einem gehörigen Kommando zu den Bagagen hinzustoßenlassen, um daselbst die gehörge Ordnung einzurichten, daß aufder Brücke kein Aufenthalt und kein Gedränge entstehe, und daßdie Bagage jede in ihrer Ordnung über die . Drücke dejiurt,so wie hierauf sich in der Stadt selbst nicht dränge undkreuze, auch daß keine Bagage der ankommenden entgegenkomme, weshalb die Seitenstraßen sogleich ge-perrt werdenMüssen. Die Offiziere des Generalstabes werden dem zur Ord-nung kommandirten Stabsoffiziere über das Lokale der Stadtgehörige Auskunft geben. Sollten die beiden Kolonnen bei derBrücke zusammen kommen, so werden die kommandire:.den HerrenGenerale selbst die gehörigen Anordnungen treffen."

Es wurde vom rechten Flügel der Marsch dieser AnordnungZufolge angetreten:

Der General v. Dork marschirte mit den beiden Brigaden desOberstlieut. v. Steinmetz und des Major Grafen v. Dohna rechts abüuf einem Wege durch den Wald, der bei Tschirna wieder in diegroße S raße einfällt; da jedoch die Nachhut des Gen. v. Kleist,obwohl sie bereits durch die Brigade des Oberst v. Horn, so wie durchb>e sämmtliche Reiterei unter dem Gen. v. CorSwandt verstärkt war,0 o>n Feinde gedrängt wurde, so ließ der Gen. v. Uork auch noch dieBrigade des Oberstlieut ».Steinmetz bei Siegerödorf stehen, um sieAufzunehmen; es bestand diese Unterstützung jedoch nur in Z In-fanterie - Bataillons, da die Regimenter so weit geschmolzen!"aren, und aus der Fuß- und reitenden Batterie, mit welchenlodoch die vielen Uebergängs der Queis, welche theils aus Brücken,cheils aus Furthen bestehen, nicht alle besetzt werden konnten; dochbegünstigten die vortheilhaften Hohen des rechten Ufers im allge-meinen einigermaßen die Vertheidigung.

^ Der Oberstlieut. v. Steinmetz stellte hinter Siegersdorf auf dieHauptst^^ colbergsche Regiment, und dessen Füsilier-Ba-talllon ch ^aö Dorf selbst. — Die Artillerie auf die Höhe hinterder Oueis, und das ostpreußische Regiment auf den rechten Flügelei der Berücke mit dem Aufrage, die Brücken unterhalb gegenUteudorf sög^ch, die besetzte Hofbrücke jedoch erst dann zu zer-Ivren, wenn der Feind anrücke; das Leib-Infanterie-Regimenturde- auf der Höhe hinter Bartz aufgestellt, und dessen Füsilier-ataillon an die vorliegende Brücke und Furth vorgeschoben,ked Dor Gen. Kleist brach nun mit seiner Nachhut unter einemuchr heftigen Gefecht mit dem nachrückenden Feinde aus seinerr. - 3 r,on ober-Waloau auf, nachdem er daselbst durch denvrnastjgsten Widerstand den Feind mehrere Stunden ausgehalten

M 2