Band 
Erster Theil.
Seite
188
JPEG-Download
 

terei,- mit beispiellosem Muthe gebrochen, auseinandergejagt, nieder-geritten, niedergehauen und gefangen; zerstreuet liefen hierauf dieFeinde,-in der größten Unordnung auf dem Kampfplatz einzeln um-her, die Bedienung der Artillerie wurde niedergehauen, und vonder Bedeckung verlassen, fiel das Geschütz den Preußen in dieHände. - ' .

Und es war dieses, Gefecht in so kurzer Zeit entschieden, daßder Oberst Mutiuö kaum die Zeit hatte, nfft seiner Reiterei heranzu kommen, um noch Theil an diesem,Gefechte-zu nehmen. §sbetrug der Verlust der Franzosen, von'» Bataillon gegen igooMann, unter denen 3 — sioo Gefangene waren; es wurden igKanonen, und viele Munitionöwagen erobert, von denen jedochfius Mangel an angeschirrten Pferden, nur n Kanonen zurück-gebracht werden konnten.

Allein auch der Verlust der Preußen war sehr bedeutend,auffallend war die große Zahl der gebliebenen und verwundetenOffiziere, im Verhältniß .zu der — der Soldaten, indem l6 Ostst-ziere, und nur 70 Gemeine todt und v-lwundet waren. Es >vargeblieben: der Oberst und Brigadier von Dolffs, die AdjudantenRittmeister v. Hassten und Schierstädt; vom leichten Garde- Ka-vallerie-Regiment: der Kommandeur desselben Major Schwung,die Rittmeister Falkenhausen und Lynar und der Lieutenant Mal-schitzky, Verwundet wurde der Oberst von Zürgaß, der MajorBriesen und 7 andere Offiziere. ,

Eö würde dieses Gefecht noch weit glänzender ausgefallenseyn, wäre der Feind, so wie bisher gewöhnlich, schon am Mor-gen vorgerückt, und hatte er nicht die Vorsicht gebraucht, sich in.Vierecken, aufzustellen. Wenn man ihn zum Vorrücken bis an dasDefilee von PohlSdorf hätte, bringen können, so würde auf derEbqize alles aufgerieben und abgeschnitten worden seyn, anstatt daßsich jetzt ein großer Theil des feindlichen Fußvolkes, in das DorfMichelsdorf hineinwarf, dieses vertheidigte und sich dadurch rettete,weil kein Fußvolk in der Nahe war. Uehrigens hat sich die Theo-rie bewahrt, daß, wenn man einen glücklichen Angriff mit der Rei-terei machen will, es gut sey, wenn man zuvor Menschen undPferde in Wallung setze, so wie es hier durch den -s Meile iwTrapp zurückgelegten Weg geschehen ist. Es würde auch nicht un-zweckmäßig seyn, wenn die Reiterei beständig Sielen zum Fort-schaffen der eroberten Kanonen bei sich führte.

,Es zog sich die preußische Reiterei, bis in die Stellung belLobendap zurück. Die Franzosen hingegen, blieben durch die Nach-hut auf Haynau und Michelsdorf beschrankt.

Das Hauptquartier des Kaisers Napoleon und der Garden warin Bunzlau.

Das gte, Zte und 7te Corps in Haynau und zwischen Hayna»und Bunzlau. .

Das sste Corps hatte bei Rackwitz die Bober passirt, und nahweine Stellung bei Deutmannsdorf,

Das 6te Corps (Marmont) stand in und bei Zauer.

Das Ute Corps (Macdonald) war in Löwenberg.