Band 
Erster Theil.
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lichtn Folgen, als die augenblickliche sehn ungewisse Eroberungeines Strichs Landes zur Folge hatte, und durch das glücklicheReirerei-Gefecht bei Haynau dem verbündeten' Kriegsheer einVortheil errungen war, so benutzte man diesen, um jetzt jeneAntwort an den Kaiser Napoleon zu senden; es kam hierauf sehrschnell die Rückantwort: es wünsche Frankreich einen Waffenstill-stand zu unterhandeln, auf den vielleicht unter Oestreichs Ver-mittelung ein Friede erfolgen könne. Hierauf begaben sich nunzuerst von Striegau aus am's'sten Mai für Rußland der Gen.Lieut. und Gen. Adjutt Graf-Schuwalow, für Preußen der Gen.Lieut. v. Kleist, nach dem zu diesen Konferenzen bestimmten und fürneutral erklärten Dorfe PlaSwitz oder PlaSwitz (im StriegauerKreise, unweit Kostenblut) um einen Waffenstillstand abzuschließen.Die Franzosen machte» zur Bedingung, ihn auf der NatürlichenBasis einer solchen Verhandlung, nehmlich hinsichts der Stellun-gen, wie solche gegenwärtig die gegenseitigen KriegSheere innehatten, abzuschließen (re-bn, «lc «tknnllrus). Allein weil die Ge-nerale der Verbündeten hierzu keine Vollmachten gehabt, son-dern anfänglich den Rückzug des französischen Heeres überdie Elbe, und später wenigstens die Räumung von Schlesien ge-fordert haben sollen, so zogen sich diese Unterhandlungen nichtallein sehr in die Länge, sondern es schien selbst, daß sie fruchtlosendigen würden. Das verbündete Kriegsherr ging während dieserTage immer mehr zurück, und die Franzosen rückten immer mehrder, und besetzten Liegnitz, Neumarkt und endlich Breslau; eswurde deshalb immer schwieriger sich zu vereinigen, dennoch durf-ten die Gen, Graf Schuwalow und v. Kleist mcht durch Bereit-willigkeit verrathen, wie höchst wünschenswerlh der Waffenstillstanddem verbündeten KriegSheer sey; es wurden die Unterhandlungennochmals angeknüpft, und am Zosten Mai eine Konferenz imDorfe Gebersdorf (z Meile von PlaSwitz entfernt) gehalten,worauf endlich am isten Zuni des Abends eine vorläufige Waf-fenruhe von 36 Stunden, von heute Nachmittag um 2 Uhr angerechnet mit i2stündiger Aufkündigung von den Bevollmäch.igtenabgeschlossn und an die beiderseitigen Dortruppen der Befehl ge-geben wurde, die Feindseligkeiten einzustellen.

Das verbündete KriegSheer verblieb in seiner Aufstellung, soauch die Vordcrtruppen, allein jeder einzelne war unruhig, underwart^ vom Feinde irgend ein kühnes Unternehmen. — AmAbend wurde nach dem- Hauptquartiere der verbündeten Monar-chen gemeldet, man habe feindliche Patrouillen

um den Zvbtenberg herum, und bei Gnicchwitz bemerkt,k, . Der Gen. Maj. Kaissarow, welcher mit eineni Strcifcorpsbei Schonau m, Gebürge stand, überfiel heute die Stadt Gold-erz un Rucken der feindlichen CorpL, welche in und bei Zauerstanden, und schleppte viele französische Gefangene mit sich fort.

Die gesamime Reiterei des Gen. Maj. v. Schüler ging heutekl Ohlau auf das rechte Oderufer über, und schickte ihre Streif-orps bis nach Schweitsch vor, wo eine feindliche Patrouille von