i Offizier und Mann überfallen, und theils niedergehauen,theils gefangen eingebracht wurde.
Die Aufstellung des französischen Heeres war am heutigenTage die folgende:
Das Hauptquartier des Kaiser Napoleon und die Garden stan-den in Neumarkt.
Das Zte und fite Corps waren in Breslau.
Das 7 te Corps (Regnier) in Lissa und Tieterödorf.
Das gte und Ute Corps waren zwischen Zauer und Stciegau.
Das 6te Corps (Marmont) in Eisdorf bei Striegau.
Der Zte Juni.
Es war die verschanzte Stellung bei Pölzen, durch denMarsch des französischen Heeres nach Breslau bereits gänzlich inder rechten Flanke umgangen, während wie es schien, der Feindnur absichtlich ein Beobachtungscorps (nehmlich das Hte und i ite)vor Schweidnitz stehen ließ, um vielleicht von Breslau oder vonKant aus, gegen Strehlen vorzurücken, wodurch er das verbün-dete Kriegsherr nicht allein in den Rücken nahm, sondern auchvon der Öder abschneiden konnte.
Es waren diese höchst wichtigen Betrachtungen gestern ineinem Kriegsrathe in der Wohnung des Königs von Preußenbedacht worden, und es wurde beschlossen: die Vordertruppen desverbündeten Kriegsheeres sollten vorläufig noch in ihren Stellun-gen, ihnen auch zur Unterstützung eine Abtheilung in dem ver-schanzten Lager von Pülzen verbleiben, das Kriegsherr selbst aberheute in drei Theilen aufbrechen, um sich auf den Höhen vonNimptsch und Strehlen aufzustellen, und für jeden Fall auf dieBewegungen des Feindes gefaßt zu seyn, von dem man argwohnte,er wolle die Heerführer durch die vorläufig abgeschlossene Waffen-,-ruhe bloß täuschen und mehr sicher machen, um einen entscheiden-den Angriff im Rücken auszuführen, und sie von der Oder abzu-schneiden.
Die Disposition, die das verbündete Kriegsherr erhielt, lau-tete dahin:
„Die Avantgarden, sowohl die russische unter dem GeneralGrafen St. Priest, als die preußisch-russische unter den Gene-ralen Tschaplitz und v. Ziethen verbleiben in ihren Stellungen amStriegauer Wasser stehen.
Der linke Flügel der russischen Truppen, befehliget von deMGen. Grafen Wittgenstein, bleibt in dem verschanzten Lager beiPülzen stehen, und beseht die Stadt Schweidnitz, in welcher dasHauptquartier des Gen. Wittgenstein bleibt, und dient den Vor-dertruppen nöthigenfalls zur Unterstützung."
Das gesammtc übrige Kriegsherr setzt sich in drei HeereL-theilen aus dem Lager von Pülzen in Marsch, und zwar:
Die erste Kolonne unter dem Kommando des Gen. Lieut.
von York, bestehend:
aus der Infanterie und Artillerie des Corps v. Pork,aus der Kavallerie vom Corps des Gen. Grafen Längeren,