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Der sehr wichtige Posten der Stadt wurde nun durch neueTruppen mehr verstärkt, und befohlen, auch die Vorstadt dem da-hin zurück gewichnen Feinde zu entreißen. — Es drangen nun diedort aufgestellten freiwilligen Zager-DetaschementS und die Füsi-lier-Bataillone links gegen die Kahlauer Vorstadt muthig an, dasGefecht wurde hier sehr hartnäckig, und der Angriff gelang nurzum Theil, indem nur die Häuser der Vorstadt rechter Hand amThore erobert und besetzt wurden. Da jedoch der Feind gleichdarauf die Vorstadt in Brand steckte, so trennte hier das Feuerdie Fechtenden.
Es blieb nun das Gefecht bis zum Einbruch der Nacht sehrlebhaft durch das Scharfschützenfeuer unterhalten, wobei der Feindnoch Geschütz vorführte, und mit Granaten einen Theil der Stadtanzündete. Da nun hieraus leicht abzunehmen war, daß der Feindauf die Stadt nun wohl Heine Angriffe nicht erneuern würde,weil er sich durch das Anzünden der Vorstädte und der Stadt,den Weg dahin selbst versperrte, und wahrscheinlich nur bis gegendie Nacht das Gefecht unterhalten wolsie, um sich alsdann abzu-ziehen, so erhielt der Gen. Maj. v. Oppen den Befehl, mit den10 EöguadronS Reiterei und der reitenden Batterie des Capl-tains v. Steinwehr, wegen der brennenden Kahlauer Vorstadt, überWierSdorf und Kaunsdorf herumzugehen, und den Feind in sei-ner rechten Flanke anzugreifen; es gelang dieser Angriff vollkom-men, der Feind wurde zurückgeworfen, ihm 3 Stück Geschütz, wo-von jedoch nur eine Haubitze fortgebracht werden konnte, undmehrere Gefangene abgenommen, und er selbst gezwungeck, seinenRückzug um so eiliger anzutreten.
So endigte mit Einbruch des Abends das Gefecht, nachdemauch die Brigaden des Generals v. Vorfiel und des Obersten v-Doyen auf dem Schlachtfelds eingetroffen waren. Der Feind ver-lor in allem eine Haubitze, mehrere Munitionöwagcn und M 0Gefangene, an Todten und Verwundeten angeblich gegen iionMann. Die Preußen verloren an Loo an Todten und Verwun-deten, die Russen 2>o Mann.
Dies Gefecht ist in Hinsicht seiner Wirkung und seiner Folgenhöchst wichtig, es wurde durch diesen Sieg die Hauptstadt gesichert,eü war ein zahlreiches Corps des Feindes, von einem seiner erfah-rensten Marschälle geführt, von einem schwachem preußischenCorps zurückgeworfen worden, und endlich ward hier der erst?vollständige Sieg durch die Preußen erfochten, der den Muth derSoldaten und das Vertrauen des Volkes erhöhte.
Der Gen. Maj. v. Oppen verfolgte den Feind, der sich §MZten Zuny über Sonnenwalde gegen Uebigau zurückzog, und M'eine neue Stellung nahm, es wollte der Gen. Lieut. v. BÜloM,der sich in diesen Tagen, durch die herangerückten Reserve-Ba-taillone der Majore v. Rembow, v. Kikebusch und v. Rodel, stwie durch die Brigaden des Generals v. Borstet und Obersten r-Boyen sehr ansehnlich verstärkt hatte, den Felpd in seiner Stel-lung angreifen, als ihm am 7ten Zuny die Nachricht von dem