Band 
Erster Theil.
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erscheinen, er hatte einen Marsch von 9 Meilen in 24 StundenZurückzulegen.

Die zweite Kolonne bildete der Gen. Lieut. Graf Wo-ronzow mit seinen 4700 Mann, sie hatten sich im Hauptquartierbei Königöborn versammelt, und passirten in der Nacht vom LtenZum 6ten Zuny bei Hohenwarthe die Elbe, worauf sie auf dergroßen Straße von Delitsch gegen Leipzig vorrückten; das Fuß-volk wurde des Gewalt-Marsches wegen, auf Wagen gefahren.

So trafen beide Abtheilungen, wie es verabredet worden,am 7ten Zuny mit Tagesanbruch vor Leipzig ein.

Als nun der General Tschernischef unweit von Tauche ange-kommen war, erhielt er die unerwartete und sehr unangenehmeNachricht: daß die französische Reiterei nicht so wie er vermuthet,in der Stadt Leipzig einquartirt sev, sondern in dem Flecken Tauche,und in andern in der Gegend umherliegenden Dörfern kmtonire.

, Da man nun Tauche wegen der dort befindlichen Brückeüber den Parthe-Fluß passiren mußte, um sich der Stadt Leipzignähern zu können, so traf der General Tschernischef die Anordnung,daß der Major Kullnef mit dem rigaschen Dragoner-Regiment diesenFlecken angreife, während der Oberst Wlassof mit 2 Kosaken »Re-gimentern und mit dem isumzschen Husaren-Regimente, über dasDorf Schönebek den Feind umgehen, und ihm den Rückzug ab-schneiden solle. Die beiden Abtheilungen erfüllten ihren Auftragschnell und pünktlich, so daß der überraschte Feind, meist ohneWiderstand zurückgeworfen', und Viele davon getödtet und gefan-gen wurden; bloß bei Tauche, wo sich ein französisches Chasseur-und Husaren-Regiment* auf dem Windmühlenberge aufgestellthatte, wurde das Gefecht hartnäckiger, allein der Feind wurdeendlich auch dort zum Rückzüge genöthiget. — Es stellten sich nunsowohl jene, als andere herangerückte feindliche Reiterei-Abthei-lungen am Walde östlich von Tauche auf, und als diese so ebenvon den Russen angegriffen werden sollten, erschienen vor ihrerFoontlinie der französische General Pierret, und bei der Kolonnedes Generals Woronzow der General Lamotte als Parlementaire,mir den russischen Generalen anzuzeigen, daß die Hauptheere einenWaffenstillstand abgeschlossen hätten, der alle Feindseligkeiten un-tersage, und um die Wahrheit ihrer Aussage zu bekräftigen, er-klärten sie sich bis zur ihnen gewordenen Ueberzeugung als Gei-und während dieser Unterhandlung versammelten sich allekvntonirendcn Reiterei-Abtheilungen der Franzosen bei Leipzig, wosie der Herzog von Padua in Position aufstellte.

/luchdie russische Reiterei von der Kolonne des GeneralsGrasen Woronzow, unter dem Befehl des Gen. Maj. GrafenDrurr hatte ein Gefecht mit der feindlichen Reiterei gehabt, undselbige zurückgeschlagen, wobei sie 4 Offiziere und Mann Ge-ftmgeue gemacht hatte, die Zahl der Gefangenen die der Generaltschernischef gemacht hatte, bestes sich auf 400, unter denen einOberst und iZ andere Offiziere sich befanden. Der Verlust derRussen war sehr gering.

Es läßt sich denken, wie höchst unangenehm diese Ueberra-