Band 
Erster Theil.
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Eines Gefechtes am gten Iuny, wo der feindliche Gouver-neur General Rapp, einen Ausfall mit einer bedeutenden Trup-penzahl vorwärts von Schidlitz und dem Stolzenberge machte,erwähne ich nicht sowohl seiner Hartnäckigkeit und Bedeutenhcitwegen, als weil es den ostpreußischen Landwehr-Bataillons vonBolschwing und von Hülsen, so wie der Landwehr-Esquadron desRittmeisters v. Wobeser Gelegenheit gab, sich ganz besondersauszeichnen.

2) Die Festung Glogau.

Als das kaiserlich russische Truppen-Corps unter dem Gene-ral Mllleradowitsch, welches bisher die Festung Glogau eingeschlos-sen gehabt harte, zum Vorrücken nach der Elbe bestimmt war,wurde dem General Major Schüler von Senden aufgetragen, beiParchwitz ein preußisches Truppen-Corps zu versammeln, das zurBlokade der Festung Glogau bestimmt war.

Es bestand dieses Corps aus:

den 6 Reserve-Bataillons des Oberstlieutenants v. Schwichow,der Majors v. Gayl, v. Hohcndorf, v. Carlowitz, v. Bornstädtund v. Stengel,

2 Esquadrons des brandenburgschen Uhlanen-Regiments,

eine Pionnier-Compagnie und eine 6pf. Fuß-Batterie und trafam 2Zsten März in Parchwitz ein, am Listen in Lüden, am 2gstcnin Polkwih, am Lösten und 27sten vor Glogau.

Da dieses preußische Corps nicht stark genug war, die Vlo-kade auf beiden Ufern der Oder zu führen, so wurden noch einigerussische Truppen dazu beordert, und dem preußischen Kommandountergeordnet; es waren:

die Infanterie-Regimenter Moskau und Licbau, zusammennicht mehr als LZo Mann,

das Militz-Kosaken-Regiment des Obersten Fürsten Scherba-tow, von Loo Pferden,

3 Regimenter konischer Kosaken, jedes von ^20 Pferden,

und 4 Stück leichtes Geschütz.

Und noch vor dem Abmärsche der Truppen des Grafen Mistleradowitsch wurde, wie bereits erwähnt worden ist, noch in derNacht vom Zo — Zisten März, nach geschehener Eröffnung derTrenschcen, die Festung sehr lebhaft beschossen, und der Komman-dant der General Laplane zur Ucbergabe aufgefordert, und da sichder letztere alle ferneren Aufforderungen, bevor nicht die Brescheeröffnet sey, verbeten hatte, so ward die Kanonade den ganzenTag ununterbrochen fortgesetzt. Zn der Nacht darauf, wurde daSGeschütz zurückgezogen, und die russischen Truppen des GeneralsMilleradvwitsch marschirten zum Hauptheere.

Der General-Major v. Schüler umstellte die Festung hierauffolgendergestalt:

s) auf dem linken Oder-Ufer stellte er die preußischenTruppen auf:

i Bataillon und 2 Kanonen mit roo Kosaken zu Bros-lau und Reichau,