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einigen Kanonen, unter dem französischen General Fournier und demwürtembergschen Gen. Norrmann gegen das Streifkorps heranrück-en; sie verlangten anfänglich nur den Abmarsch des Corps, ausBefehldes Herzogs von Padua, worauf das Corps wirklich feinen Marschantrat, die feindlichen Truppen folgten ihm aber, marschirten ihmgleichzeitig in die Flanke, und griffen es um 9 Uhr Abends plötz-lich von allen Seiten an, dem Völkerrechte und allen Unterhand-lungen entgegen. Das Gefecht des preußischen Streifcorps be- 'stand in einer Nothwehr des Einzelnen, Viele verkauften das Le-ben oder die Freiheit theuer genug, dennoch wurde das ganze *Corps gänzlich aus einander gesprengt, viele davon wurden getödtet,verwundet oder gefangen genommen. Am meisten litt die /sie Es-quadron, welche zuletzt marschirke und zuerst im Rücken angegriffenwurde, besser ging es den Truppen, welche an der Spitze mar-schirten; von diesen kamen unter dem Major von Lüzow, ein Of-fizier und 6c> Mann, mit 60 Kosaken, nachdem sie in der Nachtihren Marsch fortgesetzt hatten, am igten Zuny in der Nacht ander Elbe an, die sie bei Roßlau passirten. Obwohl sich spaternoch einige einzelne Versprengte sammelten, — so war der Ver-lust dennoch sehr bedeutend.
Der Grund zu so widerrechtlichem Verfahren gegen allenKriegsgebrauch war nach Angabe der Franzosen der, daß es imWa icnstillsiandsvertrag festgesetzt sey, daß am i2ten Zuny keineTruppen des verbündeten Kriegsheeres, mehr jenseits der Elbeseyn sollten.
Zwölftes Kapitel.
Geschichte der belagerten und bloguittcn Festungen.
1) Die Festung Danzig.
Das Delagerungscorps des russischen Generals der Kavallerie^r-zogs Alexander von Würtcmberg, würde durch den Abmarschder russischen Listen Infanterie-Division zum Hauptheere, vermin-dert worden seyn, wäre nicht an ihrer Stelle ostpreußische Landwehr,unter dem Brigadier Major Grafen Dohna herangerückt. Es wurdedas Belagerung«-Geschütz, theils aus Riga, Graudenz und Englanderwartet, und überhaupt die größten Anstalten zur ernstlichen undsegelmäßjgrn Belagerung dieser Hauptfesiung gemacht, weil selbigetm vortreffliche Zustande, von 25,000 Mann vertheidiget, die aufmit allen Nothwendigkeiten wohl versorgt waren, nichtdte Hoffnung gab, daß sie auf andere Weise, als durch sehr blu-tigcn und entscheidenden Kampf übergehen werde.
. ^ Z?szuhlung der täglichen kleinen Gefechte, die für beide
Theile zwecklos, ohne militärische Bedeutung, nichts in der Lageder beiderseitigen Truppen änderten, muß der besondern Geschichtevon der Belagerung dieser Festung vorbehalten, und hier ausge-schlossen bleiben.