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auf einige dänische Truppen zur Verstärkung heranrückten, wurdeder Muth der Vertheidiger neu belebt, sie schmeichelten sich, daß jihnen von allen Seiten Verstärkung herbeieile, daß Dänen, Schwerden und Rüsten im Anmarsch begriffen wären, well man die Be-wohner ermunterte, in ihren Anstrengungen nur noch dreimal 24Stunden zu verharren.
Doch plötzlich zogen die eingerückten Dänen sich zurück, undin der Nacht vom «esten zum mosten Mai wurde die Stadt vonden Franzosen mit Granaten und Brandkugeln beworfen. Darückten 2400 Schweden (das schleßwigsche Infanterie-Regimentvon st Bataillon) unter dem Gen. Lieut. Döbeln in Hamburgein; allein auch diese Hülfe war von keiner Dauer, denn sie ver-ließen schon am 2gsten Mai aufs neue die Stadt, weil diese Be-setzung ohne den Befehl des Kronprinzen von Schweden geschehen iwar. Nach neuem Gefechte bemächngtn sich die Franzosen deSOchsenwerders, der nur noch durch einen sehr schmalen Arm voM .festen Lande, zunächst die Vierlande genannt, getrennt ist; die !Stadt wurde nun beinahe ununterbrochen lebhaft beschosten, schon 'blickten ihre Bewohner ohne alle Hoffnung in die nächste Zukunft.Der König von Dänemark erklärte sich zum Verbündeten von .Frankreich, und stellte seine Truppen unter den Oberbefehl deSMarschalls Fürsten v. Eckmühl (Davoust). Da jetzt die dänischen ^Truppen als Feinde auf dem rechten Ufer der Eibe standen, dieSiadt auch von dieser Seite anzugreifen bedroheten, da wurde eSnun unmöglich, Hamburg gegen solche Uebermacht noch länger znvertheidigen, es mußte dem Feinde überlasten werden. Das bestspiellose Elend, welches es erdulden müsten, konnte ihm nichterspart werden, obwohl nur von wenigen Tagen fortgesetzter Ver-theidigung sein Schicksal abhing.
In der Nacht voni Zosten zum Zisten Mai verließ der Gen- §Major Tcttenborn mit allen Truppen die Stadt, und zog sich übetBergedorf gegen Boizenburg hin, zurück — und es wurde d>e alte ,freie s^tadt, die aus eigenem Antriebe, und durch mancherlei Ver-sprechungen ermuntert, den Kampf begann, und sich durch An-strengungen und 5 ie Tapferkeit der ehrenwerthen Bürgerschaft,wohl eines bester» Schicksals würdig bewiesen hatte, am giftenMai .uerst von dänischen, und noch am Abend dieses Tages vonfranzösischen Truppen beseht; und es hielt hierauf der MarschHDavoust mit .;<> Bataillon Fußvolk einen prachtvollen Einzug indie Stadt, welche die Dänen wieder verließen. Am 2tcn IuN?wurde auch die Stadt Lübeck von den Franzosen besetzt, und a>"stten Iuny, also nur um g Tage zu spät, traf die gewiste Nach*richt deö abgeschlostenen Waffenstillstandes hier ein.
So also unterlag bei Heldenmuch, Tapferkeit und dem bestenWillen ihrer Bewohner, dennoch die alte Stadt Hamburg — verlassenund aufgeopfert wurde sie der Rache preisgegeben, welche die EnNporer bestrafte.