Band 
Erster Theil.
Seite
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Z» den Schlachten konnte er sich kaum behaupten durch solcheUebermacht, bei dem Rückzüge dem Feinde keinen Vortheil abge-winnen, insonderheit als es ihm fast gänzlich an Kavallerie man-gelte; und nun zogen sich die Preußen zurück, in die Grenzenihres Reiches, wo Reserven, Landwehren und der Landsturm daspreußische, so wie zahlreiche Unterstützungs-Truppen das russischeHeer verstärken sollten.

Und als ihm nun ganz unerwartet der Flanken-Marsch vonLicssnih nach Schweidnitz geschahe, da mochten den Kaiser Napo-poleon sehr wahrscheinlich die Schrecken der Vergangenheit ergrei-fen, denn er sah hier sich wiederholen, was ihm den früheren Un-tergang bereitet hatte. Er sah es auch daß Oestreich sich kräftigrüstete, das den Waffenstillstand ernstlich gebot, und Theil zu nehmenam Kriege gegen den, der ihn verweigere, erklärt hatte. Za jenerFlankenmarsch, konnte er nicht vielleicht mit Oestreichs Ansichtenund Erklärungen, bereits in planmäßiger Verbindung stehen? Dagebot es ihm die Vorsicht, daß er nicht weiter vordringen, sondernvielmehr an der Elbe stehen bleiben müsse, und er schloß denWaffenstillstand, um die großen Verluste zu ersetzen, die er erlit-ten, alles zu versammeln, was ihm an waffenfähigen und streit-baren Männern geblieben, um seine Eroberungen zu schuhen, seinAnsehen zu behaupten, und die rohen ungeübten Soldaten währenddieser Zeit mehr taktisch auszubilden, um durch diplomatische Ge-wandtheit, vielleicht Oestreichs Theilnahme am Kriege noch zu ver-hindern, um die Verbündeten vielleicht zu entzweien, um sie durchFriedenshoffnungen von kräftigen Maßregeln und Rüstungen ab-zuhalten, um durch Unterhandlungen mit Preußen und Rußland,die sehr bedeutenden Gährungen in Deutschland zu unterdrücken,dem gefährlichen Volkskriege eine andere Wendung zu geben, umdie ergriffenen lebhaften Gemüther» durch eine sechswöchentlicheWaffenruhe herabzustimmen.

Unverkennbar verdankt Preußen seine Rettung der allgemei-nen Volksbewaffnung, den so weise gegebenen, und noch weiserKur rechten Zeit modificirten Gesehen für den Landsturin und dieZerstörung des Landes, denn wäre das letztere nicht mit so vielUeberlegung geschehen, so müßte Preußen jetzt auf verbranntenTrümmern auch seine eekämpstrn Siege beweinen.

Zufolge des Waffenstillstands-Vertrages wurde nach gesche-hener Rarisikation, von beiden Seiten der Befehl gegeben, dasals Neutral anerkannte Gebiet sogleich zu räumen, und um den«twamger, Streitigkeiten der Kriegsheere vorzubeugen, so wiecmch über die Bestimmungen des Vertrages zu wachen, wurdenBevollmächtigte in Neumarkt versammelt, als:von preußischem Seite, der Gen. Lieut. v. Kleist und der Oberst-"ktltmuut v. Dalentini des Generalstabes,von russischer Seite, der Gen. Lieut. und Gen. Adj. GrafSchuwaloff, und der Oberst und Flügel-Adjudant Orlow,von französischer Seite, der Divisions-General und Chef einerDivision der jungen Garde Graf Dumoustier und der Bri-gade-General und Adjudant des Kaisers Flahault.

Der «rüg. I. Theil. R