Band 
Erster Theil.
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Den 2ten April igiz.

warschirten die russischen Truppen zur Hauptarme ab/ und es bliebenbon ihnen unter dem Befehl des G, M. Sagrätzky zurück

1. das Nieailwkijche reitende Jäger Reg. 120 Pferde.

2. d,.S Pohimschc Uhlanen-Reg., Obrist Guricw 200 — -

H. 8 » Küi-k-N , 50 —

4. die russische 'ipfiind. Batterie des Obristlt. p. Salzmann (worun-ter .z Einhorn r).

Mit diesen sehr schwachen Mitteln war es eine schwere Aufgabe/diese Festung zu erobern, die mit Morasten und Wasser umgeben, ihrerUrtheil'), still Lage wegen fest ist, und überdies von einem überlegenen6<>n c vertheidiget wurde. — Am schwierigsten war es »sie Berbindunglbsiichcn den verschiedenen Triivpcntheiien der Vorposten zu erhalte»/,lb.lche durch die örtliche Lage Zmal Lurch Wasser, nehmt,ch ober undbnt.rhalb durch die Havel, so wie gegen Morgen durch die Spree/h»d endlich durch den Morast, der von Spandau nach Falkenhagen ge-b't, getrennt waren. — Es waren wie bereits erwähnt, die 2 Brückenttbaur und d.,s Prahm ctablirt, allein da diese Brücken zur Sicher-heit g bis Znon Schritt von der Festung geschlagen werden mußrcn,w betrug der Umkreis der die Festung einschließenden Vorposten den-noch beinahe g Meilen, und es hatte jede Abtheilung ü Meile zu mak-Ichiren, um der andern zu Hülse zu kommen.

Es waren die Truppen nachfolgend aufgestellt:

DaS Hauvt-Quartier in Charlottenburg,hstd dchelbst als Reserve 1 Bataillon,

2 Eom». Jäger,die Artillerie,

^ die Kosaken.

M Dorfe Pichelsdorf und in den Weinmeister-Hiausern 2 Comp.

PlchelSberg I —

flilter Ruhleben r —

!">, Bivouak in der Jungfernheide a —

der Hak Meierei S —

hstiter den Schülerbcrgen i —

Der russische G. M. Sagrähky erhielt das Kommando auf demAchten Ufer der Havel, und besetzte mit der russischen Reiterei Fallen-den, Seegefeld und Stocken — zugleich wurden die beiden Campag-nen in Pichelsdorf und in den Weinmeister Häusern angewiesen, ihnMigenfallS zu unterstützen, auch erhielt er spater noch 6 Stück Ge-m)utz von der Batterie v. Saltzmann, um damit den Feind aufzuhalten,

^ ^enn dieser wie man vermuthete, vielleicht einen Theil der Festungs-werke in die Luft sprengen, und entweichen wollte. Seine KavallerieMb Feldwachen:

r- Eine auf der Straße vom Oranicnburger Thore nach Falkenhaqen.

! L. Eine zwischen den beiden Straßen, welche vom Pstsdammer Thore->« nach Falkcnhaaen und nach Stocken geh n.

I. Eine auf der Straße die von Spandau nach Potsdam aeht.

. Die Infanterie hatte eine Buschwache in der Hasenhetde, undM NgchtS schickte sie ihre einzelnen Posten bis in die abgebrannten! Bhnen der Vorstadt, zwei Feldwachen standen an den Brücke» bei Pi-. lhklswcrder. Die beiden Comp. bei PichrlSberg und bei Ruhleben hat-ihre Vorposten in dem kleinen Gebüsch, das Herz genannt, welche! ,.vse äußersten Posten des Nachts bis in die Ruinen der abgebrannten^hgerei vorschickten, und alles bis zur Spree beobachtctcn. Auf demchten Ufer der Spree stand eine Feldwacht von Kosaken, um die