Band 
Erster Theil.
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des Bastions Brandenburg, wo sie wegen der zerstörten Flankemir komm Geschütz qeicüffen werden konnte»/ anlegen, Lle Leuteauf die Nenne herauSsprmqen, uno diese entlang nach der Bre-sche hinau-laufeu und die Citadelle ernüriuen.

2. DaS -sie Bat. des gten Ostpreuß. Jnf.-Rea. erhielt den Auf-trag, den Angriff auf das öornwerk vor de:n Planes» ma-chen, es wurden ihm Pionnicre beiqegebe», welche lie Sturmlei-tern, und alles waS nun Ersteigen von pallisadirten Erdwerkennökdia ist, mit sich führten.

Z. Der dritte Angriff sollte gegen die Vorstadt Stressor« gemachtwerden, es sollten 3 Kähne mit. .Scharfschütze» sieh in Picheledorfeinschiffe» und die Havel bis hinter die Werke hinauffahren, als-dann sollten die Scharfschützen aussteigcn, und die Schanz n i»iRuche» angreife», wähceno 2 Compagnien auf der großen Straßevon Ruhleden vordringen, und den Feind von vorne angreifensollten. ^

4. Der vierte Angriff war nur ein Schein-Angriff es sollten nehm-lich einige Mannschaften gegen das Thor vor ringen.

Es w r Befehl gegeben, die Kahne vorzubereiten, sich mit einigerSchutzwchr von Brettern zu versehen, so wie mit allen andern Werk-zeugen als Leitern, Brettern, Brecheisen, Aexten, Sägen nnd Pfeilenauszurüsten, daß die Truppen nach Untergang der Sonne, sich bis aufKanonenschußweitc der Festung nähern, dort halten, und daß auf denSchlag l» Uhr alle Kolonnen gleichzeitig hervorbrechen sollten.

So umsichtig die Maßregeln angeordnet Iv'tcn, und so ein guterErfolg zu erwarten war, so verunglückte dennoch der ganze Angriff,denn die Unternehmungen des Krieges hangen ain meisten von. Glückund von zufälligen Umstände» ab; hier nun:

Bet der ersten Kolonne, unterblieb die Ausführung gänzlich, weildie Kähne die um 9 Uhr des Abends bereit sein sollten, erst um2 Uhr Morgens an dem befohlenen Platz der Einschiffung ein-trafen.

Die zweite Kolonne griff zwar an, die Scharfschützen verfehlten jedochden Weg »inaen zu weih links und gericthen in Morast; als dieKolonne hierauf den rechten Weg einschlug, war der Feind vor-bereitet und schoß mit Kartätschen, Wursg-schütz und kleinem Ge-wehr, so daß die Truppen umkehren mußten.

Bei der 3ten Kolonne waren die Kähne gleichfalls nicht am vor-bcstimmten Orte angelangt.

Der Schein-Angriff am PotSdammer Thore zog, sich nach Mit-ternacht, als das Feuer von allen Seiten aufgehört hatte, wiederzurück.

Der mißlungene Anariff kostete 2 Unteroffizieren und 8 Soldatendas Leren, 4 Unteroffiziere und 37 Soldaten wurden verwundet. Durchdas Bew.rfcn auf die Mühle, waren trotz aller Vorsicht 3 Bombenin''die Stadt eingeschlagen, diese entzündeten die Stadt, denn eSbrannten 60 Häuser ab.

Den 2isten April-

Obgleich baS kühne Unternehmen nicht den glänzenden vorgesetztenErfolg gehabt hatte, so war dennoch der Sturm nicht vergeblich ge-wesen, denn sem Zweck wurde erreicht, indem der französische Kom-mandant zur Ueberqabe geneigt wurde. — Es wurde die .KavitulUionnach Einholung der Genehmigung des Gen. Grasen 'Wittgensiein ganzder von Thorn ähnlich abgeschlossen; itzre Artikel sind in öffentliche»Blättern so mehrfach wiederholt, daß ich es hier erspare.