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Den -osten April der Sturm aufdie Festung Spandau.
Es wurde die Bresche genau erkannt, man fand, daß ein großerTheil des Walles im graben liege, daß die beiden Flanken des Ba-slions > er Kviuaiim gänzlich zerstört, baß selbst die einzige Brücke wel-ch. ,-us c.-r Stadt zur Citadelle fuhrt, zusammengefallen, und daß dieSehnn, nnuiäume, welche von der Bastion Brandenburg in der Havel-See gelegen, gesprengt worden waren. Es waren, durch diese Brechejw Hauvtwall, weil sie durch eine Explosion dewürkt worin n, für dieAn. r. iftnden kcinesweges sehr große Vortheile erlangt, weil noch alleAußenwerkc vvm Feinde besetzt waren, denn ganz anders lst eS, wenneine Bresche durch Liiischlcßen entstanden ist — w-il man nicht eherdie Bresche schießen kann, als bis man d»e Aufienwcrke genommen,und sich nahe am Glacis eingegrabcn hat; kann ist man nur nochdurch den Graben vom Hauptwall und von der Bresche getrennt, m>er-dicß gewöhnlich ein Theil des Grabens verschüttet — allein hier be-fanden sich die sämmtlichen Auß.nwerke noch in Feindes Handen, sieliegen in Morästen und im Laster, und sind durch 2 Wassergrabenoder durch die Havel und die Spree von, Hauptwall getrennt- Allein derWunsch, durch eine kühne Waffenthat- die dem Ruhm der preuß. Waf-fen angemessen wäre, und ihn erhöhen sollte, sich auSzuzcichn.n; bewogden Befehlshaber ein-n Sturm auf Spandau zu waacn, da dieMutlosigkeit des Feindes, das zerstörte Bastion, wodurch die Seitedes Bastions Brandenburg nicht beschossen werden konnte, dem mansich aus Kähnen längs der Havel»nähern, und sot-ann längs der Ber-me, welche g Fuß breit ist, nach der Bresche zu lausen wollte, gabendie Hoffnung des Gelingens.
Zum Sturm wurde von dem G. M. v. Thümen die nachfolgendeAnordnung getroffen-
Die Artillerie erhielt den Befehl, vom Morgen an bis in dieNacht die Citadelle aus allen Batterien auf das heftigste zu bewcrsen,Um die Besatzung von dort und von den dazu gehörigen Werken zuVertreiben- Von 7 Uhr Abends an sollten einige Mortiere am dieVerbindung von der Stadt nach der Citadelle gerichtet sein- wiche fleißigbewericn, und die Mühle in Brand gesteckt werden, welche auf dieserVerbindung liegt; wenn dies gelang und die Mühle in Brand gerieth,so war auch die daran stoßende und mit der Mühle zusammenhängendeBrücke nicht zu retten, und der Feind verlor alsdann seine einzigeVerbindung, welche er mit der Citadelle hatte, denn die Verbindungdurch das Berliner Thor hatte der Feind schon früher selbst zerstört,indem er beide Brücken, welche von da nach der Citadelle führen, ab-gebrochen hatte; die Artillerie erhielt den strengsten Befehl, sich in Achtzu nehmen, damit die Stadt nicht in Brand geriethe.
Der Angriff selbst sollte in 4 Abtheilungen erfolgen, als:r. Das Zte Bataillon des siten Ostprenßischcn Reg- sollte sich auf2 kleinen und st großen Kähnen am Holzhof einschiffen, und denAngriff auf die Citadelle selbst machen — die kleinen Kähne soll-tet! mit Scharfschützen besetzt werden, und diese rasch nach demGlacis herüberführen, dort berausch ring es:, sich auf dem MlaciSvertheilt niederwerfen, und in den bedeckten Weg und in dieWerke so lauge hineinschicßen, bis die Mannschaft aus' den gro-ßen Kähnen gelandet sein würde, und alsdann den bedecktenWeg nehmen. Die großen Kähne sollten unterdessen durch diegesprengt-n Schwimmväume gehen, und wo solche noch fest wa-ren sie sprengen und abfeilen, alsdann sich an der rechten Faxe