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4 — 8pfündigen Kanonen und2 — Ozölligen Haubitzen, welche mit sich führten:
8 —8pfünder-, 6 —Ozöllige Haubitz- und 1 Reserve-Muni-tionswagen, 1 Jnfanterie-Patronenwagen, 1 Feldschmiede rc. Fürdas reitende Geschütz rechnete man nur eine Ausrüstung auf300 Schuß, wovon ein Theil in den Parks mitgeführt wurde.
Zur Aufnahme in die Garde-Artilleric galten dieselben Grund-sätze wie bei der Aufnahme unter die Grenadiere der Garde.
In der französischen Armee bildete die Bespannung der Ge-schütze und der übrigen Fahrzeuge nebst der zugehörigen Beman-nung zwar ebenfalls einen abgesonderten Theil von der eigent-lichen Artillerie-Mannschaft; da indessen die Train-Kompagniennicht erst beim Ausbruch des Krieges errichtet wurden, so warendie.Trainsoldaten ausgebildete Fahrer und Pferdewärter, währenddie Trainknechte der preußischen Artillerie undisziplinirt und un-ausgebildet in den Krieg zogen.
Durch die Errichtung von Handwerks-Kompagnien wurdedas französische Artillerie-Material viel solider, wenngleich kost-spieliger, gearbeitet als im Preußischen.
Obgleich die Franzosen bedeutend weniger Geschütze ins Feldnahmen als die Preußen, so hat sich diesen gegenüber doch keinGeschützmangel bemerklich gemacht, was sich theils aus dergrößeren Beweglichkeit, theils aber auch durch die Abschaffung derBataillons-Kanonen erklärt, deren zerstreute Aufstellung die Wirk-samkeit bedeutend verringerte.
Die Franzosen führten einen Munitionskasten zwischen denLaffetenwänden und wurde derselbe beim Feuern abgehoben, beimAufprotzen wieder aufgesetzt, wodurch Zeit verloren ging. Indiesem Kasten wurden für den 12pfünder 9, für den 8pfünder15 Schuß mitgeführt.
Das Ererzitium der Artillerie beider Armeen war im We-sentlichen nicht verschieden. Die französischen Geschütze wurdenviel am Langtau im Gefecht bewegt. Die Artilleristen waren mitkurzen Infanterie-Gewehren bewaffnet, um sich selbstständig gegenunerwartete Angriffe wehren zu können, legten aber selbst keinenWerth auf diese Bewaffnung. — Die Artillerie-Bildungsanstalten