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der Kriegsgeschichte auch in den längsten Friedensperioden vorähnlichen Verirrungen bewahren wird. —v, Der Herzog von Braunschweig hatte sich bereits unterm12. September gegen den König dahin ausgesprochen, daß er —Falls die Franzosen die Zeit dazu belassen würden — eineOffensive durch das Bayreuthische in das Ansbachsche, Bamberg-sche und Würzburgsche für ersprießlich halte, vorausgesetzt, daßman Oestreich bewegen könne, durch die Versammlung einer Armeean der Eus und eines Korps unweit Eger, Kräfte der Franzosenabzulenken.
Als dem Herzog nunmehr das Mémoire des Fürsten vonHohenlohe zur Begutachtung vorgelegt wurde, erklärte er sich voll-ständig gegen die ganze Ausführung desselben, indem er es vor-läufig nur für angemessen hielt, daß das Hohenlohesche Korps sichauf Hof bewege, um den anscheinend zu Gunsten Preußens an-geordneten Versammlungen der Oestreicher in Böhmen Sicherheitzu geben. Die Bewegung der Hauptarmee auf Fulda erachteteer geradezu für unzweckmäßig und gefährlich; ein sofortiges Vor-rücken der Armee ins Bayreuthische, vor erlangter Kenntnißvon den Absichten und Versammlungspunkten der französischenArmee, für nicht rathsam. Der Herzog wünschte nur eingeleitetzu sehen, daß, sobald der Fürst von Hohenlohe Hof erreicht unddie Hauptarmee alle zugehörigen Truppen an sich gezogen habe,diese die Unstrut überschreiten und Kantonirungen zwischen Jena,Weimar und Erfurt beziehen könne, indem dann die drei Armeen,die preußisch-hessische, die Haupt- und die preußisch-sächsische Armeein hinlänglich genauer Verbindung stehen würden, um abzuwarten,auf welchen Punkten man die größte Masse der Kräfte zweck-mäßig zu verwenden habe.
In Folge dieser Ansicht des Herzogs befahl der König demFürsten von Hohenlohe unterm 21. September: er möge mitseinem Korps so schleunig als möglich aufbrechen, um die Gegendzwischen Hof und Planen zu erreichen, die Sachsen aber bis zurvollendeten Mobilmachung ruhig stehen lassen, und sie dann ansich ziehen. Die Hauptarmee werde dagegen nach erfolgter Ver-einigung in den Ebenen von Erfurt und Weimar abwarten,