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rende Straßen rekognoszirten; daß täglich bedeutende Verstärkun-gen über den Rhein zögen; daß sowohl auf den Straßen vonParis nach Straßburg als nach Mainz und nach Brüssel fürNapoleon Relais bereit ständen; daß die Marschällc Ney, Da-vout, Augerau und Mortier nach Paris berufen worden seien,und daß es bei den Oestreichern immer unruhiger, an der unga-rischen Grenze, an der Donau ein starkes Korps zusammengezo-gen werde.
Der im Kriegs-Kommissariat des Hohenloheschen Korps an-gestellte Kriegsrath Unruh kam nach Naumburg, um wegen derVerpflegung des Korps Verabredung zu treffen, wenn dasselbe dieSaale passirt haben und mit der Hauptarmce in unmittelbareBerührung treten würde. Er brachte zugleich die schriftliche Mel-dung des Fürsten Hohenlohe, daß nach Rücksprache mit dem Ober-sten Gutschmidt die Sachsen erst am 11. und 12. Oktober amnördlichen Fuß des Thüringer Waldes, mithin am 14. Oktoberbei Hildburghausen eintreffen könnten. Der Herzog von Braun-schweig glaubte, daß stch die Mobilmachung der Sachsen nochwürde beschleunigen lassen, doch für den Fall dies nicht zulässigsei, beschloß man, die Sachsen in der Reserve zu belassen undfürs Erste mit den preußischen Truppen allein zu fechten. Wei-ter meldete der Fürst, daß er nicht nur die 3 ihm vorgeschriebenenStraßen über den Thüringer Wald, sondern auch den Weg überSaalseld und Judenbach einschlagen würde.
Der Herzog Eugen von Württemberg zeigte an, daß die Trup-pen des Reservekorps in 2 Kolonnen: von Fürstenwalde überBerlin, Potsdam, Brandenburg rc. und über Beelitz, Brück rc. nachMagdeburg, eine 3. Kolonne über Dessau auf Schönebeck undBarby marschiren, die Teten am 1. Oktober an der Elbe eintref-fen würden, das ganze Korps — mit Ausnahme des Füsilier-Bataillons Knorr — aber erst am 13. Oktober versammelt seinkönne.
Am 30. September kehrte der Flügel-Adjutant MajorGraf Götzen aus Dresden zurück und brachte die Versicherungdes Kurfürsten, daß er, auf das Innigste mit dem Könige