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Erster Theil. Erster Band.
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abgeschnitten werden könnte, sondern der Feind auch in Standgesetzt würde, sich der Brücke bei Saalfeld zu bedienen, um aufdem guten Wege nach Neustadt zu marschircn, dem auf schlechtenGebirgswegen defilirenden Korps in die Flanke zu fallen, und vordemselben Neustadt zu erreichen. Diese Betrachtung, die Anwe-senheit eines Magazins in Saalfeld, so wie die Ansicht, daß seinerechte Flanke durch die Aufstellung des Generals Pelct bei Blan-kenburg, seine linke Flanke durch den General Schimmelpfennigbei Pösneck hinlänglich gedeckt seien, machten es dem Prinzenwichtig, den Punkt von Saalfeld nicht durch eine falsche Attake,durch eine bloße Demonstration nehmen zu lassen. Er schriebdeshalb um 9 Uhr Abends an den König, meldete die empfan-genen Nachrichten vom Feinde, daß er in der Nacht die Avant-garde bei Nudolstadt konzentrircn werde, um nach Neustadt a. O.zu marschircn und daher bitte, von der am folgenden Tage nachder Gegend von Blankenhapn rückenden Hauptarmee einen Theilin das Saalthal zu werfen und gegen Gräfenthal vorrücken zulassen, um dadurch dem nach Neustadt rückenden HohenloheschenKorps gegen den auf Saalfelv vordringenden Feind die rechteFlanke und den Vorgang im Saalthal selbst zu decken. Abschriftdieses Schreibens sandte er dem Fürsten Hohenlohe durch densächsischen Lieutenant Egidi nach Jena. Bis die Truppen derHauptarmce indessen im Saalthale eingetroffen sein konnten, undum sich der Brücke bei Saalfeld zum eigenen Uebcrgang zu bewahren,schien es dem Prinzen nothwendig, selbst gegen diesen Punkt vor-zugehen und sich dort zeitweise zu behaupten. Der Oberst Rabenauerhielt somit den Befehl, sich bis zum Morgen des 10. zu helfenso gut er könne; er, der Prinz, werde ihn ernsthaft unterstützen;sollte der Oberst vom rechten Saalufer her angegriffen werden,so solle er die Brücke und Saalfelv kräftig vertheidigen. DieTruppen der Avantgarde wurden noch in der Nacht beordert, mitTagesanbruch des 10. auf dem Rendezvous zwischen Schwarz«und Nudolstadt sich einzufinden. Die Generale Pelet und Schim-melpfennig wurden von der Absicht des Prinzen, gegen Saalfeldvorzugehen, unterrichtet, und erhielten den Befehl, beziehungsweisebei Blankcnburg und Pösneck stehen zu bleiben. Die eigene An-