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den General Rüchel aufgenommen zu werden. Die Befehle wur-den bis 10 Uhr Abends ausgefertigt und dem General Rüchelnoch besonders aufgegeben, das Husaren-Regiment Blücher zurneuen Avantgarde der Hauptarmec abzugeben und nach Mellingcnzu dirigiren, wo es weitere Befehle erhalten werde.
Der Oberst Scharnhorst hatte vorgeschlagen, dem Herzog vonWeimar den Befehl zu ertheilen, mit der Avantgarde längs desThüringer Waldes in des Feindes linke Flanke zu operiren; je-doch hatte dies nur zur Folge, daß befohlen wurde, ein Deta-schcment auf Koburg zu senden.
In Folge obiger Befehle rückten die Truppen der Haupt-armee abermals aus, doch kaum waren sie in Bewegung, so hatteman sich wieder eines Andern besonnen, und befahl, erst um 6 UhrMorgens am 11. aufzubrechen. Auf diese Weife hatten die Trup-pen theils die Nacht unterm Gewehr zugebracht, theils hatten siesich hin und her bewegt, so daß kein Mann etwas genossen hatte,kein Pferd gefuttert worden war.
In der Nacht kam der Ingenieur-Major Engelbrecht vonseiner Rekognoszirung der Saale zum Herzog nach Blankenhapn.Nach den Nachrichten, die er von der französischen Armee hatte,äußerte er gegen den Herzog, daß die Franzosen am 11. in Gera,am 12. wahrscheinlich schon in Naumburg sein würden, erhieltjedoch die Antwort: „sie können auch nicht fliegen." —
Die Rüchelschen Truppen waren am 10. dergestalt gegenErfurt marschirt, daß der linke Flügel den Ort selbst besetzte; dieBlücherschcn Truppen erreichten die Gegend zwischen Eisenach undGotha; die Avantgarde des Generals Winning blieb in ihrer Auf-stellung zwischen Eisenach und Bach, und das fliegende Detasche-ment des Generals Pletz erreichte die Gegend von Hünefeld.—
Napoleon hatte auch am 10. noch immer Besorgnisse fürdie linke Flügelkolonne und wollte anfänglich nicht früher ernst-haft weiter vorschreiten, als bis Saalfcld genommen, und dieVereinigung mit dem M. Lanncs vollzogen worden war; jedochim Laufe des 10., wo er gegen Mittag sein Hauptquartier vonEbersdorf nach Schlei; verlegte und die Kanonade von SaalfeldHörte, scheint er allmälig zu andern Entschlüssen gekommen zu