Band 
Zweiter Theil. Dritter Band.
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auf dem rechten Ufer des Gubers von Schippenbeil nach Bar-chen zu decken.

Von dem Detaschement, welches seit dem 10. Januar inLeunenburg stand, waren in der Nacht zum 13. zwei Schützendesertirt, und hatten der Besatzung von Schippenbeil, die zu die-ser Zeit wegen des beabsichtigten Unternehmens des Generals Col-bert auf Königsberg verstärkt worden sein mußte, von der Schwächedes Detaschements Nachricht gegeben. Am Abend des 13. rücktedaher die Besatzung, etwa 2 Bataillone mit weniger Kavallerieund ohne Geschütze, aus Schippenbeil auf Kaltwangen — \ Meilewestlich von Leunenburg — vor, um das preußische Detaschementmit Anbruch des Tages zu überfallen. Anstatt sich ruhig zu ver-halten und sich verdeckt aufzustellen, plünderten die Franzosen Kalt-wangen, trieben allerlei Unfug, und stellten nicht einmal Postengegen Leunenburg aus. Die Einwohner von Kaltwangen flüch-teten zu dem in Leunenburg kommandirenden Offizier, und mach-ten ihm Mittheilung von der Gegenwart des Feindes. Hier warder General Prittwitz so eben eingetroffen; das Füsilierbat. Stut-terheim war über das Defilee des Zainflusses gegangen, die Ka-vallerie und die reitende Artillerie aber jenseits geblieben. Esschien eine schöne Gelegenheit gekommen, die französischen Ba-taillone aufzureiben, wenn man sogleich auf Kaltwangen mit derInfanterie vorging, und sie im Plündern überraschte, währenddie schwarzen Husaren ihnen den Weg auf Schippenbeil abschnit-ten, indem man mit Sicherheit darauf rechnen konnte, daß dieFranzosen in der Dunkelheit gegen diesen Ort zurückflüchten wür-den. Man zog es indessen vor, die angekommenen Truppen ru-hen zu lassen. — Aber selbst wenn man den Angriff am folgen-den Tage abwarten wollte, konnte man den Franzosen, bei ihrerUnkenntniß von dem Eintreffen der Verstärkungen unter dem Ge-neral Prittwitz, eine bestimmte Niederlage bereiten. Man durstenur die Husaren und reitende Artillerie über das Defilee der Zainheranziehen, die angreifenden Franzosen bis auf Kartätschschuß-weite herankommen, sie mit einem überraschenden Feuer empfan-gen, und die verdeckt ausgestellten Husaren einhauen lassen. Inder ersten Bestürzung würden die Franzosen wohl kaum dieser