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Zweiter Theil. Dritter Band.
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wurde dies im Verlauf der Belagerung um so eher möglich, alsim Ganzen nur 26 Geschütze demontirt worden sind. Eben sowurden die später zur Besetzung des Holms verwendeten Geschützevon jenen Werken entnommen.

Außer diesen 349 Festungsgeschützen war eine reitende Bat-terie von 8 —6pfd. Kanonen, unter dem Hauptmann Holtzen-dorf, als Ausfallbatterie zusammengestellt worden. Für Weich-selmünde und Neu-Fahrwasser dienten in dieser Beziehung dieaus dem Danziger Zeughause entnommenen 2 reitenden 3 pfünderdes Krockowschen Freikorps.

Rechnet man diese 10 Ausfallgeschütze zu den eigentlichenFestungsgeschützen, so sind im Ganzen 359 Geschütze in Anwen-dung gekommen.

Konnten die vorhandenen Geschütze der Zahl nach auch alsnothdürftig hinreichend zur Armirung des Platzes betrachtet wer-den, so war dies doch in Bezug auf die Pulvervorräthe keines-weges der Fall. Es fanden sich nämlich zur Zeit der Einschlie-ßung des Platzes nur folgende Bestände vor:

1) im Hauptdepot, im Gewölbe des Bastions Wiebe, zuMunition verarbeitet ....... 1091 Ctr. 35 Pfd.,

2) in den Verbrauchspulvermagazinen

der Werke zu Munition verarbeitet . . . 393 - 77 -

3) ebendaselbst an losem Pulver in

Fässern. 8 - 55 -

4) in den Pulvermagazinen auf der

Niederungsseite der Festung an losem Pulver 618 - 55 -

5) an losem Pulver, das von Privat-leuten aufgekauft und von Pillau eintraf 19 - — -

zusammen 2131 Ctr. 2 Pfd.

An Gewehr-Patronen waren vorhanden

843,982 Stück, oder. 297 - 48 -

und an Karabiner-Patronen 24,290 Stück, oder 6 - 99 -

In der Mitte des Aprils kamen noch aus Pillau 123 Ctr.Pulver an, so daß während der Belagerung 2254 Ctr., ohnedas Patronenpulver, verwendbar waren. Von diesem Vorrathwurden 345 Ctr. an Weichselmünde und Neu-Fahrwasser abge-