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Zweiter Theil. Dritter Band.
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preußischen vielfach überlegen, drängte dicht auf, um anzugreifen,wurde aber mehrfach durch das Feuer der beiden reitenden Ge-schütze zum Stehen gebracht. Die Franzosen brachten endlich selbstArtillerie vor, welche die beiden 3 Pfänder bald demontirten, sodaß sie zurückgelassen werden mußten. Nun setzte die französischeKavallerie noch mehreremal zum Angriff an, aber obgleich auchdie am Seeftrande fechtenden Bataillone x ) fast nur aus Rekrutenbestanden, so blieben die Quarrees doch geschlossen, und das De-taschement setzte in der angegebenen Art ohne weitem Verlust denRückzug bis zum Grenzhause hinter Polski fort, wo man Haltmachen und bivouakiren konnte, da der Feind die Verfolgung ein-gestellt hatte. Die Polen hatten ihre frühere Aufstellung bei Kahl-berg wieder eingenommen, Vorposten am Walde bei Vöglers.Der General Beaumont kehrte in Folge des erwähnten BefehlsNapoleons nach dem Marienburger Werder zurück; der GeneralAlbert aber behielt den Brückenkopf bei Schönbaum besetzt; 800Pferde unter dem General Lasalle wurden im Marienburger Wer-der à portes gestellt, um die Posten auf der Nehrung zu un-terstützen.

Am 17. Nachts um 2 Uhr setzte der Oberst Bülow denRückzug nach dem Retranchement auf der Nehrungsspitze bei Neu-tief fort. —

Nach französischen Berichten betrug der Verlust des OberstenBülow 1100 Mann und 4 Geschütze; wir haben keine preußi-sche Notiz gefunden, können aber nur 3 Geschütze als verlorenanerkennen. Zwei preußische armirte Schiffe hatten während desGefechts die französische Kolonne längs des Haffstrandes durchihr Feuer fortgesetzt beunruhigt, und wohl dazu beigetragen, dieVerfolgung zu ermäßigen. Ueber die Stärke der vom Belage-rungskorps detaschirten Truppen sind die Angaben durchaus ver-schieden.

Am 17. Mai. Der General Kaminskoi, der die mißlicheLage von Danzig wohl erkannte, wenn es nicht gelang, die Ver-

l ) Sie gehörten der ehemaligen Warschauer Garnison an, welche durchDesertion bis auf Kadres reduzirt worden war.