Band 
Zweiter Theil. Dritter Band.
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Korps ein; nur die Brigade des Prinzen von Anhalt-Schaum-burg — 3 Kompagnien des Regiments Wyburg, 3 Schwadr.Pleß-Husaren und \ reitende Batterie Sowinski — fehlte, ob-gleich der General Stutterheim von Gr. Klingbeck, wo er nochimmer keine Nachrichten von dem Prinzen hatte, noch einen Be-fehl nach Hohenfürst gesandt hatte, den Rückzug nach Perwittenbei Kobbelbude zu beschleunigen. Der General hatte sogar seinenKosakenpulk nach Eisenberg zurückgesandt, um Alles anzuwenden,die Vorposten-Brigade zu avertiren und zu unterstützen. DasRegiment Plötz, das Bataillon Chlebowski und die 12pfünder-Batterien waren direkt von Rosenberg und Brandenburg auf Kö-nigsberg zurückgegangen.

Am 14. Juni war man ohne alle Nachricht von der russi-schen Armee. In der Stellung zwischen Gollau und Ludwigs-walde stehen zu bleiben, wo man rechts und links umgangen wer-den konnte, und ausgesetzt war, gegen das Haff oder gegen denPregcl geworfen, und jedenfalls von Königsberg abgeschnitten zuwerden, schien nicht rathsam. Man wußte, daß der Feind vonPr. Eylau und auch über Kreutzburg mit bedeutenden Kräftenanrückte, daß der General Bennigsen von Heilsberg auf dem rech-ten Alle-Ufer zurückgegangen war, die Franzosen aber das linkeUfer inne hatten, konnte daher auch aufs Gerathewohl nicht füg-lich vorgehen, ohne gewärtig zu sein, die ermüdeten Truppen derVernichtung entgegenzuführen. Es blieb also wohl nichts übrig,als auf Karschau zurückzugehen und sich vorwärts von Königs-berg wieder aufzustellen. Hier konnte der Feind das L'EstocqscheKorps wenigstens nicht so leicht und nicht unentdeckt umgehen,unv den Rückzug auf Königsberg abschneiden; man fand vor-wärts von Karschau eine große Ebene, auf welcher die nunmehr69 Schwadronen starke preußische Kavallerie wohl Gelegenheitfinden konnte, mit Vortheil zu agiren; man hoffte durch ein Zu-rückwerfen des Feindes den Muth der Truppen zu beleben, zu-gleich auch die Vorposten-Brigade des Prinzen von Anhalt-Schaum-burg noch heranziehen zu können, zu welchem Zweck der MajorArnim mit seinem Detaschement bei Brandenburg aufgestellt warund dieses Defilee dem Prinzen offen erhielt.