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Zweiter Theil. Vierter Band.
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ihnen , eher unterzugehen als zu gestatten, daß die Besatzung sieberühre, denn solches zu verhüten ist der Ehrenpunkt einer Be-lagerungs-Armee."

„Ich stütze mich gänzlich und mit Vertrauen auf die tapfernTruppen, die mir anvertraut sind; die Beweise von Muth, welcheich von ihnen vor den Thoren von Breslau und auf den Fel-dern von Strehlen erhalten habe, bürgen mir dafür, daß ich nichtgetäuscht werde."

„Ich werde täglich dem General Montbrun, welcher befeh-ligt ist, die festen Plätze hinter uns und die Trümmer des Korpsdes Fürsten von Pleß zu beobachten, die nöthigen Befehle er-theilen."

„Das Fuhrwesen der Brigade Siebein wird bei Maffelwitz,das der Division Minucci bei Hermannsdorf aufgestellt."

„Die gegenwärtigen Dispositionen treten sofort unter Ver-antwortung der Herren Generale in Kraft, und werden dieselbenersucht, alle Morgen und alle Abende über das, was sich imBereiche ihres Befehls zuträgt, zu berichten."

Die obigen Anordnungen beweisen, wie sehr der GeneralVandamme erbost war, daß die in ganz kurzer Zeit erwarteteUebergabe des großen und reichen Breslau's sich so unerwartetin weite Ferne gerückt hatte; aber der General war zu kriegs-erfahren, um zu glauben, daß nur der Eigensinn eines altenMannes hiervon die Veranlassung gewesen, vielmehr glaubte erannehmen zu müssen, daß der Gouverneur Nachricht von einemabermaligen Versuch des Fürsten von Anhalt Pleß zum Entsatzerhalten habe. In Bezug hierauf ordnete er gegen einen solchenVersuch an, daß die Kavallerie-Brigade Lefebvre, nunmehr be-fehligt von dem Obersten Zandt, bis vorwärts Zobten gegenSchweivnitz vorgehen sollte, während die Kavallerie-BrigadeMontbrun und 3 leichte württembergische Bataillone Ohlau be-setzten, um die dortige Oderbrücke zu vertheidigen, sich den etwa-nigen Unternehmungen des General-Gouverneurs in die Flankezu werfen und ihm den Rückzug zu nehmen. Auch das beiSchweinbratcn auf der Straße nach Strehlen zurückgebliebenebayersche Regiment mußte am 27. zum General Montbrun nach