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Ohlau rücken. Der Oberst Zandt wurde indessen schon nach 2 Ta-gen in die frühere Aufstellung zurückgenommen. Zur mehrerenSicherung gegen die Festung, und um die Besatzung so viel alsthunlich nach Außen hin abzusperren, sollte die Parallele rechtsum 3000 Schritt verlängert werden, um so die neu angelegtenBatterien zu schützen und die Vorstädte bis gegen die StrehlenerStraße einzuschließen; zugleich wurde eine Kommunikation vonGabitz nach dieser Parallele gearbeitet. Von der Strehlener Straßeab wurde das Terrain wegen der Einschnitte und der vollen Was-sergräben schwer zugänglich, also auch weniger gefährdet; Ab-schnitte und Verhaue zwischen der Ohlaucr Vorstadt und demDorfe Huben sollten die Annäherung auf der Ohlauer Straßeverhüten. Das Terrain zwischen der Ohlau und Oder betrachteteman als einen fast unzugänglichen Morast, in welchen sich dieAusfalltruppcn und der Entsatz nicht füglich wagen könnten. Dasbayersche 13. Linien-Jnfanterie-Regiment war bei den Belage-rungstruppen von der Blokade der Plasscnburg eingetroffen.
Am 27. ließ der Gouverneur die rechten Oder-Arme amBürgerwerder durch Ketten sperren, um dem Feinde eine Landungzu erschweren.
Um 9 Uhr Morgens erschien der Oberst Duveyrier, trotz derVersicherung des Generals Vandamme, daß man nicht mehr un-terhandeln werde, und verlangte die Willcnsmeinung des Gou-verneurs nach abgelaufenem Waffenstillstände, der doch bereits amvergangenen Tage gekündigt worden, zu wissen. Er wurde ab-gewiesen und erklärte, daß nunmehr die Festung sich werde aufDiskretion ergeben müssen.
Bald darauf erschien vor dem Gouverneur eine dritte De-putation der Bürgerschaft, welche gegen die Absicht der Kauf-mannschaft — Bürger aus den untern Mitteln zu ihrer Ansicht überdie weitere Vertheidigung der Stadt zu stimmen — feierlich pro-testiren und erklären wollte, daß die Bürger ihrem Könige bis inden Tod treu bleiben würden, und bäten, die Stadt nicht zuübergeben.
Der Feind verhielt sich während der Arbeit der angegebenenWerke ziemlich ruhig, bis am 29. Morgens seine sämmtlichen