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Zweiter Theil. Vierter Band.
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Batterien fertig waren, und er nunmehr mit großer Heftigkeit von5 Uhr Morgens mit geringen Unterbrechungen bis gegen Mitter-nacht die Stadt bombardiren konnte; die glühenden Kugeln rich-teten besonderen Schaden an den Bürgerhäusern an.

Es wurde dem Gouverneur gemeldet, daß die Kaufleute, umdie übrigen Bürger zu ihrer Absicht zu zwingen, die Preise meh-rerer Waaren nicht nur gesteigert hätten, sondern auch durch un-erlaubte Operationen Geldmangel hervorrufen wollten. Obgleichdiese Anschuldigung nicht erwiesen werden konnte, wurden den-noch durch den Gouverneur die gemessensten Maßregeln getroffen.

Die Barriere an dem Pallisadentambour vor der Hinter-Dombrücke wurde offen gefunden. Die Desertion nahm noch im-mer zu.

Am 30. Dezember Morgens 6 Uhr wurde vom Schweid-nitzer- und Ohlauer-Thor gemeldet, daß man Feuern aus gro-bem Geschütz und kleinem Gewehr höre, und daß das Dorf Dürgoybrenne. Um 7 Uhr machte der Ingenieur vom Platz dem Gou-verneur eine gleiche Meldung. Dieser verlangte indessen zuvor dasGutachten des Generals Lindener, der sich mit dem Ingenieurvom Platz erst um 8 Uhr nach dem Ohlauer-Thor begab, um sichselbst zu überzeugen, was vorgehe. Gegen 9 Uhr kam eine neueMeldung vom Lieutenant Schorlemmcr zum Gouverneur, daß derFeind mit seinen leichten Kanonen und vielen Truppen aus denTrancheen nach der Schweidnitzer Straße eile, und daß sich dasFeuer der Festung mehr und mehr nähere. Der Gouverneur er-theilte zur Antwort: „daß der Feind manövrire, um die Besatzungaus der Stadt zu locken." Der General Lindener wollte auf demOhlauer-Thor kein Feuern hören, sondern lediglich bei Dürgoyeinige Kavallerietrupps sehen, auf welche er 2 —24pfünder rich-ten ließ. Er nahm daher an, daß das Dorf Dürgoy aus Ver-sehen in Brand gerathen und die dort kantonirende Kavallerieausgerückt sei. Erst zwischen 9 und 10 Uhr begab er sich zumGouverneur, wo der Lieutenant Schorlemmcr abermals meldenließ: „der Feind manövrire nicht, man könne deutlich die Ent-satztruppen erkennen." Der Gouverneur blieb bei seiner vorge-faßten Meinung, die ihm der General Lindener nicht benommen