Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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erschöpft und sich nur mühsam fortschleppend, gerieth das Ba-taillon in solche Unordnung, daß es sich völlig zerstreute, und esden Offizieren erst spät gelang, es einigermaßen zu sammeln undauf der Straße nach Strehlcn zurückzuführen. Um eine änhlicheUnordnung in seinem Regiment zu vermeiden, ließ der GeneralPelchrzim dasselbe schnell rechts aufmarschiren und die Mann-schaften wieder ordnen, während die beim Regiment befindlicheBatterie von 5 Kanonen und 1 Haubitze unter dem LieutenantPipo ebenfalls rechts herausfuhr, und die feindliche Artillerie,welche sich vergebens bemüht hatte, Wasserjentsch in Brand zusetzen, zwang, auf die Höhe von Lohe zurückzugehen. Das Re-giment Pelchrzim defilirte nun durch das Dorf und über die Lohe,und placirte, um den Feind am Folgen zu verhindern, 2 Geschützeauf der sanften Windmühlenhöhe unterhalb der Brücke. Als diebei Wasserjentsch aufgestellten Geschütze nach dem Uebcrgang ab-fuhren, gerieth eine Kanone in einen so tiefen Boden, daß dieabgematteten Pferde nicht fortkonnten; das Geschütz fiel in dieHände der Feinde, die Artilleristen ließen sich dabei niederhauen;in gleicher Art ging ein Munitionswagen verloren. Das Regi-ment Pelchrzim marschirte beim Dunkelwerden nach Domslau, undda kein Befehl vom Fürsten einging, setzte es noch den Marschauf Malsen und Gnichwitz auf der Straße nach Schweidnitz fort,ruhte hier 3 Stunden, requirirte Wagen für die gänzlich ermü-deten Mannschaften und marschirte bis Schweidnitz, wo es am31. um Mittag eintraf. Das Regiment hatte einen Verlust von200 Mann, der sich indessen bald bedeutend verminderte, da vieleErmüdete sich allmälig nachschleppten. Das Rescrvebataillon vonKröpf und das Detaschement von Pelchrzim blieben am Lohe-Uebergang bis zum Eintritt der Dunkelheit halten, und folgtendann ebenfalls nach Gnichwitz und am folgenden Tage nachSchweidnitz.

Der Lieutenant Heugel mit den Schützen des RegimentsPelchrzim fand beim Verlassen von Karowahne bereits die Brückebei Wasserjentsch zerstört, überschritt die Lohe auf einem Steigweiter oberhalb und marschirte auf der Straße nach Reiße fort,da er annahm, daß das Regiment nach diesem Orte zurückgekehrt