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dem Feinde mit 80 Husaren entgegen, überfiel ihn am 7. Januarzwischen den beiven genannten Städten, warf ihn auf Tarnowitz,wo er ein Soutien von Infanterie und Artillerie hatte, schlugdas Ganze aus dem Felde, eroberte 2 Kanonen, über 70 Pferde,eine beträchtliche Anzahl Waffen, Bagage rc., machte 7 Offiziereund einige 60 Mann zu Gefangnen, und verfolgte die Insur-genten bis über die Grenze. Als gleichzeitig mit der Meldungvon diesem glücklichen Gefecht der Fürst von Pleß auch die Nach-richt erhielt, daß ein Insurgenten-General, Namens Ostrowski,gegen die obere Oder im Anmarsch sei, detaschirte er noch denMajor Wostrowski mit seinen Schwadronen auf das rechte Oder-Ufer, um einem Angriff der Insurgenten zu begegnen. Zugleichging der Fürst mit den Polen eine Art von Konvention ein, ver-möge welcher man gegenseitig die altschlesische Grenze nicht über-schreiten wollte. So Vortheilhaft dieses Abkommen auch für dieBewohner Oberschlesiens sein mochte, so glaubte doch der GrafGötzen dagegen protestiren zu müssen, da es ihm nicht zulässigschien, mit Insurgenten, die vom Gouvernement außer dem Ge-setz erklärt worden waren, Unterhandlungen einzugehen. Da diePolen die Konvention nicht hielten, so zerfiel die ganze Angele-genheit bald in sich.
Am 8. Januar brachte der Lieutenant Schmiedeberg demFürsten die Meldung von der Kapitulation von Breslau. EinArtillerie-Offizier mußte sogleich von Neiße nach Brieg mit einerOrdre gehen, durch welche der Ingenieur vom Platz, MajorBourdet, zum Vice-Kommandanten ernannt wurde, da auf denalten, bis zum Stumpfsinn invaliden General Cornerut für einesolide Verthcivigung wenig zu rechnen war. Der abgesandte Of-fizier traf wenige Stunden vor der Einschließung in Brieg ein.
Durch den Fall von Breslau und den zu erwartenden bal-digen Verlust von Brieg bekam der Feind den größten Theil vonSchlesien in seine Gewalt, und entzog den Preußen die meistenQuellen und Mittel zu einer neuen Verstärkung der Truppen.Es war daher vorauszusehen, daß die Festungen über kurz oderlang eine nach der andern fallen würden, wenn nicht Oestreichsich bald zu Gunsten Preußens erklärte, oder die Russen beson-