Spiel haben würde. Erst später, wo vielleicht Niederlagen ander Weichsel die Kräfte des Feindes mehr in Anspruch nahmen,und die Gemüther der Preußen mehr enthusiasmirten, wo Trup-pen-Formationen den Landsturm unterstützen konnten, wollte mandas patriotische Anerbieten wieder aufnehmen. Auch die GrafenOppersdorf, Schweinitz und Stosch, und der Landrath Gilgen-heim machten ähnliche Anerbietungen.
Durch ein Anlehen von 130,000 Thalern bei der oberschle-sischen Landschaft und durch eine Sendung von 16,000 Dukaten,aus Abschlag einer größeren Summe, die man in Wien negociirthatte, gewann man die Mittel, bis ult. Febr. subsistircn zu können. —
Wir wenden uns wiederum zu den Operationen des Feindes.
Unterm 5. Jan. hatte Napoleon die Formation eines 9. Korpsaus den in Schlesien unter Jerome beschäftigten Rheinbunds-truppen nach dem Muster der übrigen Korps der großen Armeebefohlen, und zählte dasselbe nach französischen Angaben am 10. Ja-nuar 29,487 Mann, von denen indessen als detaschirt angegebenwerden 4736 Mann, in den Lazarethen 1894 Mann und inGefangenschaft 332 Mann, so daß sich bei den Fahnen nur23,981 Mann vorfanden, und zwar an Infanterie: 19,811 M.,an Kavallerie 1911 Mann,') an Artillerie 2126 Mann, und anGenie-Truppen 133 Mann mit 62 Feldgeschützen. Im Marschnach Breslau befanden sich noch zur Verstärkung das 14. bayer-sche Linien-Jnfanteric-Regiment und das 5. leichte BataillonLa Motte, und in Glogau waren bereits eingetroffen 3175 MannRekruten der Infanterie und 630 M. der Kavallerie des würt-tembergischen Kontingents, die zusammengestellt den Regimenternder Division zugeführt werden sollten. Das 6. baycrsche Linien-Jnfanterie-Regiment war bereits eingetroffen.
Weiter forderte Napoleon unterm 7. Januar, daß nach demFall von Breslau Jerome gleichzeitig Brieg, Schweidnitz und Ko-fel angreifen lassen, in Breslau eine Reserve von 5 — 6000 M.aller Waffen aufstellen und sein Hauptquartier daselbst vorläufigbelassen solle. Glogau wurde zum Depotplatz des 9. Korps,
1) an Kavallerie muß in den nächsten Tagen Verstärkung eingetroffen sein.