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Zweiter Theil. Vierter Band.
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Danzig und Graudenz zusammenstellen und absenden mußte.1500 Mann, welche zum Transport der Kriegsgefangenen ent-sendet worden waren, kehrten bereits am 18. Januar zur Divi-ston zurück, und erhöhten die Stärke des Belagerungskorps auf8200 Mann. —

Wenden wir uns zunächst nach Brieg.

Am 7. Januar rückte bereits das 4. bayersche Linien-Jn-fanterie-Regt., eine Abtheilung des 1. leichten Bataillons Tarisund eine Fußjägerkompagnie von Breslau auf dem rechten Oder-Ufer nach Brieg, und der General Mezzanelli mit seiner leichtenKavallerie-Brigade, dem leichten Bataillon Taris und einer leich-ten Batterie bei Ohlau aus das linke Ufer ebendahin, so daßam 8. Januar die Festung auf beiden Usern eingeschlossen wurde.Am folgenden Tage rückte der General Dcroy noch mit dem 5. In-fanterie-Regt. vor den Platz und vollendete die Einschließung.Das Gros der bayerschen Infanterie kantonirte in den nächstenDörfern der Umgegend.

Die Festung Brieg') auf dem linken Oder-Ufer bestand aus8 Bastionen, von denen 7 auf der Landseite durch eine Fausse-brape, einen breiten aber nicht besonders tiefen Wassergraben undeinen gedeckten Weg umgeben waren. Die Oderseite wurde durchdie Flügelbastione der Landfront, ein Bastion unmittelbar ober-halb der Oderbrücke und durch die befestigte Mühl-Jnsel weiteroberhalb gesichert. Ein Brückenkopf mit einer auf 500 SchrittEntfernung vorliegenden Redoute deckte den Uebcrgang auf dasrechte Oder-Ufer. Der Hauptwall war an verschiedenen Stelleneingesehen, und ein bedeutender Theil der äußern Böschung nebstBrustwehr von dem Bastion Pommern in den Graben geschoben,so daß dessen Breite daselbst bis auf 5' und die Wassertiefe auf2' verringert worden war.

Die frühern Außenwerke von Brieg waren schon zur ZeitFriedrichs des Großen geschleift worden, so daß daraus zu erken-nen war, daß man den Ort nur noch als einen Brückenkopf,nicht mehr aber als Festung hatte erhalten wollen.

i) s. das Uebersichtsblatt auf Plan XVII.