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Zweiter Theil. Vierter Band.
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chenbach unternommen werden, wobei es fast immer zu sehr hitzi-gen Gefechten mit den starken, aus allen Waffen zusammenge-setzten feindlichen Streifpartcien des Generals Lefebvre kam. Ob-gleich die preußische Kavallerie in der rauhcsten Jahreszeit gro-ßentheils ohne Mantel und ohne gehörige Bekleidung in denNächten bivouakiren und bei Tage sich schlagen mußte, benahmsie sich dennoch bei allen Gelegenheiten mit großer Tapferkeit, undwußte sich bei dem Feinde in den gehörigen Respekt zu versetzen.Von den Offizieren zeichneten sich in dieser Zeit besonders aus:der Major Görtz, die Lieutenants Eiscnschmidt, Schmiedeberg,Klinggräf, Schrader, Vicweg (die beiden Letzteren früher Volon-tairs), Schmiedlein und Baumgartcn (ehemalige Wachtmeister).Ein gewisser Negro, früher Stallmeister, der viel Verschlagenheitund Unternehmungsgeist zeigte, durch seine Bekanntschaft im Ge-birge mehrcremale Pferde, Waffen, Montirungsstücke und Geldervon dort einbrachte, und durchaus uninteressirt und patriotischer' Gesinnung schien, wurde in dieser Zeit vom Fürsten von Pleßzum Offizier gemacht. Ebenso zeichnete sich die Frau des ehe-maligen Rittmeisters und zeitigen Salzfaktors Bonin zu Löwcn-berg durch große Vaterlandsliebe und persönliche Tapferkeit aus;mit Lebensgefahr rettete sie mehrere Kassen und war in der Folgebei mehreren Gefechten zu Pferde thätig.

Da es immer noch besonders an Waffen fehlte, und dieJagdflinten und Büchsen, welche man einzeln zusammenkaufenmußte, meist der Reparatur bedurften, so hatte der Graf Götzenschon vor einiger Zeit auf dem Eisenhammer zu Reinerz eine Ge-wehrfabrik errichtet, in welcher in dieser Zeit bereits gegen hun-dert Menschen beschäftigt waren, und der Ansang mit Anfertigungneuer Gewehre gemacht werden konnte.

Nur um zu zeigen, wie man in damaliger Zeit in Deutsch-land auch das Geringste nicht verschmähte, um das Vaterlandvon der Herrschaft der Franzosen zu befreien, mag die Thatsachedienen, daß dem Flügel-Adjutanten Grafen Götzen ein geweseneröstreichischer Offizier, der unter Czerni Georg mit Auszeichnunggedient hatte, zugesandt wurde, um ein Projekt vorzulegen, nachwelchem man die Festung Braunau, die nur mit einigen hundert