Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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Galgenforts und der vorliegenden Flesche zurückgewiesen. Balddarauf drangen feindliche Tirailleurs auf dem rechten Ufer derWeistritz, begünstigt durch das mit Gräben durchschnittene Ter-rain und das nahe liegende Kletschkau, gegen die Wasserseite vonSchweidnitz vor, wurden aber von den Jägern und Schützen derBesatzung wieder vertrieben, wobei von beiden Seiten einige Manngetödtet und verwundet wurden.

Es war vorauszusehen, daß Kletschkau der Zankapfel beiverParteien werden, und dem Feinde Deckung gewähren würde, seineBatterien zu ctablircn; man setzte es daher von dem Wasser-Fortund der Wasser-Redoute aus sofort in Brand, und als der Feindsich hinter den Brandmauern einzunisten drohte, wurde er aber-mals durch einige Freiwillige unter dem Lieutenant Podewils ver-trieben. *)

Auf den Kuhbergcn bei Kroischwitz zeigte sich feindliche Ka-vallerie, welche in das Dorf detaschirte und daselbst Erzesse ver-übte. Der Hauptmann Taucnzien sandte sogleich 20 Füsiliereaus der Neumühl-Flcschc vor, welche, von der Artillerie desWerks unterstützt, den Feind aus dem Dorfe vertrieben und meh-rere Mann tödteten und verwundeten.

In der Nacht wurde das Jauernicker-Fort allarmirt, derFeind aber durch das Gewehrfeuer aus dem gedeckten Wege unddurch die Kartätschen des Forts zurückgewiesen.

Die Besatzung hatte 1023 Schuß gethan. Es waren inder Nacht 3 Mann desertirt.

Am 11. Januar erschien der Oberst Duveyrier als Par--lamentair des Generals Vandamme, wurde aber mit der Auffor-derung zur Uebergabe durch eine abschlägige Antwort abgewiesen.

Einige feindliche Kavallerie drang abermals in Kroischwitzein, und wurde wiederum durch die Besatzung der Neumühl-Fle-sche vertrieben.

Mit dem Dunkelwerden allarmirte der Feind die Festung,

1) Nach den feindlichcn Angaben wären bei dieser Gelegenheit einigepreußische Artilleristen bei ihren Geschützen getödtet und diese vernagelt wor-den. Wie dies zugegangen sein sollte, möchte schwer zu erklären sein.