144
Es geschahen 30 Schuß; 1 Mann desertirte.
Am 21. unbedeutender Allarm; 55 Schuß. 9 Deserteurs.
Am 22. veranstaltete der Kommandant eine Rekognoszirungnach der Gebirgsseite. Der Major Reisewitz mit 70 Mann In-fanterie, 20 Jägern und 100 Pferden ging in 3 Kolonnen vorund vertrieb die feindlichen Posten. Der Feind defilirtc mit etwa300 Pferden aus Jauernick und Tunkendorf; etwas später mitInfanterie aus Würben und mit einer gemischten Abtheilung ausSäbischdorf, und zeigte im Ganzen etwa 1000 Mann.
Es wurde gemeldet, daß der Feind einen Aufwurf von 200Schritt Länge gearbeitet, und solchen in der Richtung nach denKuhbergen bei Kroischwitz zu verlängern suche.
Es geschahen 43 Schuß; 8 Mann desertirten.
Am 23. hörte man in der Nacht von den Werken aus inder Richtung auf Zülzendorf und Säbischdorf fahren, doch stattsich durch eine starke Patrouille von Schützen und Kavallerie vonden Absichten des Feindes zu unterrichten, wurde nach der Rich-tung des Geräusches gefeuert. Bei Tage entdeckte man, daß derFeind bei Zülzendorf eine Flesche zur eignen Deckung aufgeworfenhatte. Einige Schüsse, wenngleich aus weiter Entfernung, vertrie-ben die vom Feinde zusammengebrachten Bauern. — 52 Schuß.18 Deserteurs.
Am 24. wurde der Rittmeister Kleist mit 70 Mann In-fanterie, 20 Jägern und 80 Pferden zu einer Rekognoszirungauf Kroischwitz vorgesandt, um zu erfahren, ob und was derFeind in der Gegend der Kuhberge gearbeitet habe. Das Dc-taschement wurde sogleich von den feindlichen Vedctten entdeckt,stärkere Abtheilungen kamen entgegen und das Unternehmen miß-glückte. — Zu einer solchen Rekognoszirung mußte man in derDunkelheit ausrücken, und sich dem Feinde so weit nähern, daßman bei Anbruch des Tages seinen Vorposten unvermuthet aufden Hals fallen und sie zurückwerfen konnte. Dies scheint hierunterlassen zu sein. Im Uebrigcn bestanden diese Arbeiten beiKroischwitz in nichts als einem Versuch des Feindes, das Wasserder Weistritz von Kroischwitz aus in die Peile zu leiten, was nur