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gau schon im Anzüge, und es bedarf nur eines Befehls desPrinzen, um sein Korps, welches hier jetzt 15,000 Mann vorSchweidnitz beträgt, außer jener Verstärkung noch bedeutend zuaugmentiren."
„Die Garnison von Schweidnitz hat sich mit Ehren ver-theidigt; Prinz Jerome wird keinen Anstand nehmen, das Zeug-niß ihr öffentlich zu geben; allein länger diese Vertheidigung fort-zusetzen, würde, da sie doch endlich nur eine Kapitulation zurFolge haben könnte, in diesem Augenblick unbedacht sein, weilnur der Ruin des Landes und der Stadt dadurch herbeigeführt,und die Provinz in einen Zustand des Elendes versetzt würde,welchen Seine Majestät der König von Preußen nie billigenkönnte."
„Die Bedingungen der Kapitulation werden jetzt gewiß eh-renvoller und vortheilhafter ausfallen als in der Folge, wo dieVeränderung der Dinge andere Ansprüche machen würde." —
Der Kommandant wies diese Anträge mit dem Bemerkenzurück, daß er noch hinlängliche Vorräthe, entschlossene Offiziereund eine tüchtige Besatzung besitze. Der Parlamentair entgeg-nete: „Er wisse eine solche Gesinnung zu ehren, doch dürfe, sei-ner Ueberzeugung nach, der Vertheidiger einer Festung auch dieübrigen Rücksichten für das Wohl des Staates nicht aus denAugen lassen, besonders wenn §eine Lage so mißlich sei, als diedes Vertheidigers von Schweidnitz; denn er — der Parlamen-tair — sei besser unterrichtet als man glaube; er wisse, daß dieVorräthe von Fleisch und Getränken geringe, Geld beinahe ganzfehle, die Besatzung höchst unzuverlässig und schlecht bewaffnet sei,und daß die Garnison gefährliche und ihr unbekannte Feinde inder Festung besitze. Er wisse ferner, daß der König in dem baldzu erwartenden Frieden Schlesien behalten würde, ein längererWiderstand daher keinen reellen Nutzen, sondern nur nachtheiligeFolgen herbeiführen müsse, und daß Prinz Jerome dem Kaiserfeierlichst erklärt habe, daß Schweidnitz bis zum 17. Februar inseinen Händen sein müsse."
Alle diese Angaben wurden auf das Ernsthafteste bestätigt,