Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
Seite
186
JPEG-Download
 

186

zelletz und Klodnitz aufgestellt. Das Hauptquartier des GeneralsDerop kam nach Komorn, das des Generals Siebein nach Ja-nuschkowitz. —

Die Festung Kofel war seit dem Jahre 1797 im Umbaubegriffen, und sollte die Beendigung desselben im Sommer 1807erfolgen. Als am 24. Oktober der Befehl zur Armirung gege-ben wurde, war daher das Fort Friedrich Wilhelm — ein Mon-talembertscher Thurm auf dem rechten Oder-Ufer — nur miteinem tüchtigen Erdwalle versehen, das Mauerwerk des Thurmeszwar aufgeführt, aber, außer dem inneren Holzwerk zum Ausstel-len der Geschütze, weder die Wohnstuben des unteren, noch dieBatterien des oberen Stocks angefangen, ja es fehlten sogar nochdie Treppen zu den verschiedenen Etagen. Alle, zum Theil seitmehreren Jahren neu gebauten Wohnkasematten in der Festungwaren zwar gewölbt, aber außer einer einzigen, nichts als dienackten Mauern fertig; bei manchen war noch nicht die innereEinrichtung der Küchen, Fenster rc. angefangen. Die Hangarswaren vollendet, aber nicht mit Erde beschüttet und von dem han-garirten Wachthaus in der Rogauer- Redoute war das Funda-ment erst auf § der Hohe ausgemauert. Es fehlte an den erfor-derlichen Piket- und an einer sicheren Schmiede

und einer kasemattirten Brauerei.

Die mehrsten dieser Arbeiten wurden noch vor der Einschlie-ßung bestritten; alle neu erbauten Kasematten — ausgenommendie in der Wiegschtttzer- und Kobelwitzer- Redoute — wurden,gleich den Pulvermagazinen und Proviant-Hangars, mit Erdebedeckt und die Kasematten wohnbar gemacht; die Zugbrückenhergestellt und 16 Laufbrücken vom Hauptwall nach der Enve-loppe gearbeitet, da bei gefrorenen und halb aufgeeiften Gräbendie Verbindung mit der Enveloppe fast gänzlich aufhörte; diePallisadirung wurde ganz vollendet. Am meisten war das FortFriedrich Wilhelm zurückgeblieben, denn ungeachtet die kasemattirteBatterie ziemlich so weit vollendet war, daß die Decke des ober-sten Stocks nur noch mit Erde beschüttet werden durfte, so fehlte

I) Häuser für die zum Aufeisen der Gräben bestimmten Landleute.