Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
Seite
187
JPEG-Download
 

187

doch den zur Vertheidigung aufzustellenden Geschützen die nöthigeMontalembertsche Laffetirung, die auch von den wenigen Hand-werkern, welche die kleine Stadt Kosel besaß, nicht gearbeitet wer-den konnte. Man war daher auf die Vertheidigung der Erd-Enveloppe des Thurmes beschränkt, doch fanden im Innern des-selben eine Kompagnie Infanterie und die erforderlichen Artilleristensicheres Unterkommen.

Häuser, Bäume und Zäune in der Weite von 800 Schrittvom Glacis der Festung wurden niedergerissen und abgehauen.Der Dembower-Damm wurde auf der Höhe von 9' und in ei-ner Länge von 1000 Schritt, und der Damm von der Rheins-dorfer Straße nach der Wiegschützer- Redoute auf der Höhe von3.ss und in der Länge von 1100 Schritt abgetragen, und dieErde in die nächsten Niederungen verfahren, um den Feind zuverhindern, sogleich seine Wurfbatterien ungestört dahinter zu eta-bliren. Alle Wasser-Abzüge durch die gedachten beiden Dämmewurden verstopft, und eine angemessene Uebcrschwemmung zwischenden Dämmen und den Rheinsdorfcr Höhen bewerkstelligt.

Die Garnison bestand am 23. Januar aus:

dem 3. Musketierbat. von Pelchrzim

9 Offiz.

911 M.

- 3. - - Sanitz .

15 -

921

-

- Nationalbataillon Falkenstein .

14 -

796

-

- - Hahn . .

14 -

796

-

2 Invaliden-Kompagnien . . .

4 -

118

-

dem Dragoner-Depot von Osten .

1 -

82

-

- Kürassier-Depot von Bünting

2 -

141

- 40 Pf.

Artillerie.

5 -

139

- — -

Rekruten als Handlanger, Train-

knechte rc. der Artillerie . . .

— -

165

- — -

von der Infanterie.zur Artillerie

kommandirt .......

— -

160

- — -

Ingenieurs und Mineurs . . .

3 -

20

- — -

zusammen 67 Offiz. 4249 M. 40 Pf.

incl. Kranke, während nach dem Armirungsplan von 1805 dieFestung 6000 Mann zur Vertheidigung bedurfte.

Was die beiden 3. Musketierbataillone betrifft, so hatten