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glitz, so daß Bomben und Granaten in allen Richtungen nachder Stadt kamen
Vormittags am 27. wurde das Bombardement 4 Stunden,am Abend 2^ Stunden fortgesetzt. Ein feindlicher Parlamentairwurde abgewiesen. Ein feindliches Hüttenlager auf der Höhe vonSt. Rochus wurde durch 24 Pfänder vom Bastion Rieglitz beun-ruhigt. —
In der Nacht zum 28. wurde mit großen Intervallen 3 Stun-den, am 28. in Pausen, 7 Stunden aus allen Batterien gefeuert.Der bayersche Hauptmann Hammerer trug auf eine Unterhand-lung an, wurde aber zurückgewiesen. In der Nacht und am Mor-gen des 29. war das Feuer von beiden Seiten wiederum sehrheftig, wobei besonders die Batterie der Blockhaus-Schanze den Ge-bäuden und Kasernen der Friedrichsstadt großen Schaden zufügte.Die Festungs-Artillerie behielt die Oberhand. Nach der Kano-nade manövrirten die Belagerer eine Stunde, und feuerten miteinigen Pieren reitender Artillerie.
Um Mittag erschienen 2 Parlamentairs, welche den Gouver-neur im Namen des Generals Vandamme zu sprechen wünschten.Sie wurden eingelassen und man erfuhr von ihnen, daß der ge-nannte General eine Unterredung mit dem Gouverneur wünsche.Im Einverständnisse mit dem Kommandanten und dem Generalv. d. Lahr, bewilligte der Gouverneur dieselbe zu Heidersdorf un-ter der Bedingung eines 24stündigen Waffenstillstandes.
Der Gouverneur hielt alsbald im Beisein der andern beidenGenerale, des Obersten Wernitz, Majors Harroy, sämmtlicherStabsoffiziere der Garnison und des Lieutenants Rottenburg einenKriegsrath.
Der Oberst Wernitz und Major Harroy erklärten: „DieFestungswerke und die Armirung derselben seien nicht mehr inder Verfassung, einem Sturm mit Gewißheit widerstehen zu kön-nen; die Munition gestatte nur eine Iktägige Vertheidigung, wenndiese wie bisher aufs Aeußerste getrieben werden solle; die Palli-saden vor der ganzen vom Feinde angegriffenen Front, welche beider ungewöhnlichen Niedrigkeit der äußern Enveloppe vom Feindegesehen, seien zusammengeschossen und nicht wiederherzustellen; der