Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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Man fand die beiden Batterien auf dem Rheinsdorfer-Dammnur schwach besetzt, und avancirte in dem Laufgraben gegen denNepomuk. Hier sammelte sich der Feind in ziemlicher Anzahl undbekam immer mehr Verstärkung, weshalb auch die National-Kom-pagnicn nicht arbeiten konnten, sondern den Feind beschießen muß-ten. Er wurde endlich geworfen, kehrte aber nach erhaltener Ver-stärkung aus Rheinsdorf wieder um, und behauptete sich in demLaufgraben beim Nepomuk. 8 mitgegebene Mineurs hatten dieZeit benutzt, die Scharten zerstört, die Batterien zum Theil nie-dergerissen, ohne sie jedoch völlig demoliren zu können, da derFeind von allen Seiten anrückte und der Major Hahn, um nichtin ein nachtheiliges Gefecht verwickelt zu werden, den Rückzugantreten ließ.

Von der Kobelwitzer- Redoute setzten 4 Offiziere, 140 In-fanteristen und 5 Jäger, 45 Schanzarbeiter und 4 Mineurs überdie Oder, um die feindlichen Arbeiten rund um die Redoute zuzerstören.

Der Feind wurde den Ausfall früh gewahr; dessenungeachtetbemächtigte man sich dreier Batterien, trieb die Besatzung heraus,und die Arbeiter begannen sogleich mit der Zerstörung. Der Feindsammelte sich zwar in Pogorzeletz und Kobelwitz, wurde aber vonden Batterien der Klodnitzer- und Kobelwitzer-Redoute in Respektgehalten. Selbst die feindlichen Truppen in Klodnitz, dem Forst-hause und der Schleuse Nr. 1. wurden allarmirt und eilten zuHülfe; da sie indessen durch die Klodnitzer-Redoute daran verhin-dert wurden, brachten sie ein leichtes Geschütz neben die Batteriein Klodnitz und feuerten dem Ausfall in den Rücken, bis dasFort und à die Klodnitzer-Redoute Schweigen geboten.

In Kobelwitz sammelte sich der Feind immer stärker, undmachte Miene, den Ausfall anzugreifen, der sich indessen in sei-ner Arbeit nicht stören ließ. Der Lieutenant Lippa gewahrte einedemontirte Kanone im Felde, und war im Begriff, sie zu verna-geln, als er schwer verwundet fiel, worauf der Ausfall zurückge-nommen wurde, da die Belagerungstruppcn nun zum Angriffvorgingen.

Beide Expeditionen kosteten an Verwundeten: 4 Offiziere,