Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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2 Unteroffizere, 15 Mann; an Todten: 1 Unteroffizier, 27 Mannund an Vermißten: 4 Mann.

Es zeigten diese Ausfälle deutlich, daß der Feind noch zustark fei, um bei der Stärke und Beschaffenheit der Garnison vondenselben besonderen Erfolg zur Zerstörung der feindlichen Arbei-ten erwarten zu können. Man mußte daher auf die Wirksamkeitder Artillerie zurückkommen; auch wurde dieser Waffe befohlen,wo möglich die Schleuse Nr. 1. im Klodnitz-Kanal zu zerstören,um dem Feinde den Transport der Eisen-Munition von Gleiwitzher zu erschweren.

Der Kommandant ernannte den Obersten Puttkammcr zumVice-Kommandantcn und übertrug ihm auf einige Zeit die De-tails der Geschäfte, um sich erst wieder ganz von seiner Krankheitzu erholen.

Am 9. März wurden 2 Artilleristen, welche versucht hatten,durch Schwimmen aus der Festung zu entkommen, erschossen, und2 andere, die behülflich gewesen, mit 24maligcm Gassenlaufcnbestraft. Die nächsten Tage vergingen mit den Bemühungen derArtillerie, die feindlichen Arbeiten zu zerstören.

Vom 1. bis zum 10. März waren 95 Mann desertirt. AnKranken zählte die Garnison 15 Offiziere, 412 Unteroffiziere undGemeine, von denen 111 auf dem Tode lagen; außerdem thaten80 Rekonvaleszenten keine Dienste. Der Mangel an Offizierenmachte die Ausfälle immer schwieriger. Vom 11. März ab ver-sah der Oberst Neumann wiederum die Kommandanturgeschäfte.

Am 12. März sandte der Kommandant am Morgen einenMann, und am Abend einen zweiten aus der Festung, um Nach-richten vom Feinde einzuziehen, der bei Tage die Laufgräben nursehr schwach besetzte, aber in den Nächten die Wachen durch Pi-kets verstärkte.

In der Nacht zum 13. wurden noch 2 Mann aus der Adlcr-Nedoute herausgelassen, um zu erfahren, wie es in den nächstenDörfern auf dem rechten Oder-Ufer aussehe. Diese Leute brach-ten am 13. zwei Bewohner von Klodnitz mit, welche aussagten,daß der Feind am Abend vorher das rechte Ufer völlig verlassenund sich nach Oppeln abgezogen habe. Es waren das 4. Linien-