Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
Seite
281
JPEG-Download
 

281

\

Infanterie-Regiment und das leichte Bataillon Braun nach War-schau abmarschirt.

Um sich von der Wahrheit der Aussage zu überzeugen, be-fahl der Kommandant, daß von der Kavallerie, die noch aus1 Wachtmeister und 13 Mann bestand, 2 Patrouillen gegen Krap-pitz und Ortmuth die Oder abwärts auf beiden Ufern gemacht,und von den Jägern in der Kobelwitzer- Redoute und dem FortFriedrich Wilhelm, die nächsten Dörfer abpatrouillirt werden soll-ten. Außerdem sollte ein Ausfall von 100 M. der Bataillone vonPelchrzim und Sanitz und von 100 Arbeitern von den Rational-Truppen, die Batterien vor der Kobelwitzer- Redoute und amWege nach Kobelwitz, dcmoliren. Zwei Ingenieur-Offiziere, dieWallmcister und das Mineur-Kommando sollten die Arbeit leitenund alle Schanzbauern mitgegeben werden.

Um 8 \ Uhr setzte sich dieser Ausfall in Bewegung. Dieeine Kolonne, 50 Infanteristen — die bald darauf noch durch60 Mann verstärkt wurde — und 50 Arbeiter, setzten von derKobelwitzer -Redoute über die Oder, und demolirten die BatterieNr. 6. Gleich nach dem Ucbersetzcn hatte die feindliche Besatzungvon Kobelwitz das Gewchrfeuer eröffnet.

Die 2. Kolonne, 50 Mann Infanterie und 50 Arbeiter,ging zum Ratiborer-Thore hinaus, und demolirte die BatterieNr. 2. größtentheils. Gegen sie zeigte sich der Feind nurschwach.

Die Bedeckungen beider Kolonnen trieben den Feind mehre-male zurück, und zündeten das Wenzel- und Kriebelsche-Vorwerkund alle naheliegenden Häuser an, welche der Feind immer alsSchlupfwinkel benutzt hatte.

Der Feind rückte allmälig aus allen umliegenden Dorfschaf-ten heran, so daß nach Verlauf von 3 Stunden wohl etliche hun-dert Mann versammelt waren, die auch ein Geschütz vorbrachtenund einen Theil der Bedeckung beim Nepomuk mit Kartätschenbeschossen.

Als die Truppen des Ausfalls sich fast gänzlich verschossenhatten, zogen sie sich nach der Festung zurück.

Gleichzeitig waren Kommandos aus dem Fort und der Adler-