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nahe bei und hinter den Batterien gelegenen Laufgräben an allenOrten durchschossen, so daß es aussah, als wären überall Schieß-scharten in dieselben eingeschnitten. Das Sukowitzer Wasser, wel-ches die Inondation vor der Kobelwitzer-Redoute bewässerte, unddas Wasser aus den Fischteichen bei Wicgschütz, welches in diegroße Ueberschwemmung floß, hatte der Feind abgegraben, und2 Durchschnitte in den Wiegschützer Damm zur Ablassung derInondation gemacht. Bis zu diesen Tagen war dieselbe jedochnur 6" unter dem höchsten Stand gefallen; von da ab fiel sietäglich merklicher. Die Besatzungen von Rheinsdorf und Wieg-schlltz machten es der Garnison schwierig, die abgegrabenen Ge-wässer wieder in die frühere Richtung zu leiten. Man versuchtezwar die Durchschnitte zuzuwerfen, fand sie aber vom Feinde starkbesetzt, und wurde durch dessen Gewehrfeuer zurückgewiesen.
Am 16. März schrieb der Prinz Biron von Kurland ausTeschen an den Kommandanten, und erbot sich, durch den Fürstenvon Anhalt Pleß der Festung alle fehlenden Bedürfnisse zukom-men zu lassen, wenn man ihm die nöthigen Mittheilungen machenwolle. Da die Gegend auf dem rechten Oder-Ufer noch immervon feindlichen Erckutions-Kommandos durchzogen wurde, so wagtees der Kommandant nicht, dem Prinzen schriftlich zu antworten,sondern sandte den Jngenieur-Hauptmann Keibel und den Lieute-nant Neumann nach Teschen, um ihm mündlich die Bedürfnisseder Festung bekannt zu machen. Es bestanden dieselben haupt-sächlich in Pulver, Granaten, Laffeten, Kleidungsstücken und Geld.Nur für das letztere Bedürfniß glaubte der Prinz durch Vermit-telung beim General-Gouverneur Rath schaffen zu können, undversprach, sogleich selbst zu ihm zu reisen. Am 20. kehrten diegenannten Offiziere glücklich nach Kosel zurück.
Außer den Arbeiten zur Herstellung der durch das feindlicheFeuer verursachten Schäden an den Werken, Brücken rc. der Festung,Einebnung der feindlichen Arbeiten und der Verproviantirung derGarnison, lag dem Kommandanten ganz besonders die Vermeh-rung der Kavallerie am Herzen, da sie, wie erwähnt, bis auf13 Mann geschmolzen war. Er wünschte sie bis auf 200 Pferdezu bringen, und bereits am 26. März trafen die ersten vom Lande