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ausgeschriebenen Pferde ein. Der Major Gröling sollte das De-taschement kommandiren und zugleich für tüchtige Kavallerie-Offi-ziere Sorge tragen. Der Lieutenant Witowski besorgte die De-tails der Formation.
Mit dem Feinde wurden nur ab und zu durch die täglichenPatrouillen Schüsse gewechselt, obgleich der Kommandant auf demrechten Oder-Ufer immer weiter, selbst bis Ratibor, mit seinen De-taschements ausgriff, und besonders auf die vom Feinde in derUmgegend zusammengetriebenen requirirtcn Lcbensmittel rc. Jagdmachte.
Am 31. März legte der Prinz Biron 10,000 Dukaten zurDisposition der Kommandantur nieder und behielt 4000 Stück,um damit einen Theil der Bedürfnisse der Besatzung zu be-streiten.
Am 1. April traf der Kreisdirektor Lüttwitz ein und depo-nirte 8600 Dukaten beim Steuer-Amt in Kosel. An demselbenTage ging der Lieutenant Neumann als Kourier zum Könige nachPreußen, um das Vertheidigungs-Journal der Festung und denBericht des Kommandanten zu überbringen, während gleichzeitigder Prinz Biron den Baron Strachwitz an den Grafen Götzennach Glatz sandte, da man von dessen Rückkehr aus Wien undseiner Ernennung zum General-Gouverneur Kunde erhalten hatte.
Bedenklich blieb in Kosel immer noch die Zunahme der Kran-ken. Ende des Monats März betrug die Zahl derselben: 24 Offi-ziere, 26 Unteroffiziere, 554 Gemeine und 41 Eisbauern, undgegen 200 Rekonvaleszenten mußten noch vom Dienst zurückge-halten werden.
In diesen Tagen muß die Verstärkung der Einschließungs-truppen durch die leichten Bataillone Lamotte und Taris statt-gefunden haben, wodurch die einzelnen Posten zur Beobachtungvon Kosel stärker besetzt werden konnten.
Der Oberst Neumann war aufs Neue am Nervcnficber er-krankt und übertrug dem Obersten Puttkammer die Besorgungder kleinen Kommandanturgeschäfte, behielt sich aber die wichtige-ren Angelegenheiten vor, die er auch mit der ihm gewöhnlichenGeistesklarheit versah.