Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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Am 28. April rückten auch die 60 Pferde der SchwadronKleist und die Schützenkompagnie Freyburg nach Silberberg, sodaß daselbst nunmehr 4 vollständige Kompagnien leichter Infan-terie und 150 — 160 Pferde standen, über welche der MajorGraf Roggendorf den Befehl erhielt; die Kompagnien Blachaund Offeney waren noch in der Formation. Der Lieutenant Tra-benfeld wurde beauftragt, die Vermehrung der Vertheidigungs-Anstalten zur Sicherung der Stadt und der Kasernen zu leiten.

In Glatz blieben so an leichten Truppen noch: die Jäger-kompagnie Ehrenberg, die Schützenkompagnien Reichmeister, Sellund Clausewitz, jedoch die Letztere bei weitem nicht vollständig,und das Kommando des Lieutenants Jngenheim, das zur Unter-haltung der Verbindung mit Silberberg in Koritau an der Steinestationirt wurde; ferner: die Schwadron Stößel mit c. 70 Pferden,die Schwadr. Schill 50, die Schwadr. Hclwig 25, die Schwadr.Bieberstein 40, und die Ulanen mit 30 Pferden, zusammen 215dienstbrauchbare Pferde. Außerdem standen von diesen und denSilberbcrgcr Schwadronen noch über hundert Pferde in Glatz,die augenblicklich wegen Mangel an Reitzeug und Armatur nichtbenutzt werden konnten.

Am 29. April trafen der Hauptmann Värst und die Lieute-nants Bcrswordt und Gebrüder Grafen Lanzac vom Infanterie-Regiment Zwciffel, die Lieutenants Gebrüder Falkcnhaufen, dieKornets Graf Lcutrum, Kalb und Arnim von dem Husarenbat.Bila aus dem Bayreuthschen in Glatz ein. Es waren diese Of-fiziere, mit Ausnahme des gedachten Hauptmanns, die Hauptper-sonen der Verbindungen für eine Insurrektion gewesen, hatten aberflüchten müssen, da die Franzosen durch die Unterstützungen, welcheehemaligen preußischen Soldaten verabreicht worden, aufmerksamgemacht, mehr Truppen nach Franken gezogen, und jene Offizierezum Transport nach Frankreich bestimmt hatten. Das Projektzum Aufstande in Franken mußte vor der Hand suspendirt wer-den, doch war der Geheimsekretair Bein an der Grenze verblieben,um die angeknüpften Verbindungen zu unterhalten, einen günsti-gern Zeitpunkt abzuwarten, und die ranzionirten Soldaten mitReisegeld zur Armee nach Preußen oder nach Glatz zu versehen.