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Zweiter Theil. Vierter Band.
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hörte man den lauten Jubel und den Gesang der Kriegslieder.Alle schwuren dem Grafen Götzen, der sie im Vorbeirelten anre-dete, bis zum letzten Augenblick auszuharren, und man sah esihnen an, daß es ihnen Ernst war.

Leider fand diefe glückliche Stimmung der Truppen keineGelegenheit sich anders zu bethätigen, als durch einen solchen Ju-bel. Die Kanonade zog sich näher gegen Glatz. Es gingenNachrichten ein, daß der Feind bis Patschkau zurückgetrieben sei;doch nicht lange darauf machten es die Aussagen einiger Ein-wohner aus Reichenstein, so wie die Angabe eines eintreffendenKundschafters, ziemlich gewiß, daß der Feind nur in 2 Abthei-lungen von Ottmachau gegen Reichenstein manöverire. Der zu-rückkehrende Major Massow bestätigte dies, und zeigte zugleich an,daß der Feind von Frankenstein bis Neiße längs der Neiße sostark verschanzt stehe, daß es unmöglich scheine etwas dagegen zuunternehmen. Der Graf Götzen vermuthete, daß der Feind überReichenstcin in die Grafschaft einzudringen beabsichtige, und sandteden Rittmeister Kleist mit seiner Schwadron und 30 Schützennach diesem Orte um nähere Nachrichten einzuziehen. So jubelnddie Truppen vorgegangen waren, so niedergeschlagen wurden siedurch den Rückmarsch.

Der Rittmeister Bicberstein hatte in Verfolg des empfange-nen Befehls, den Lieutenant Offeney mit seiner 90 Mann star-ken Kompagnie, und den Lieutenant Fischer mit 25 Pferden vonSilberberg über Peterwitz auf Ulbersdorf vorgesandt, mit demAuftrag, die feindlichen Vorposten zurückzuwerfen, sich aber inweiter kein ernsthaftes Gefecht einzulassen. Der Lieutenant Fischerwarf die feindlichen Vorposten mit großer Vehemenz zurück, undauf seine Aeußerung: „wenn wir schnell vorrücken, nehmen wirFrankenstein" — ließ sich der Lieutenant Offeney verleiten, inUlbersdorf einzudringen, und den feindlichen Posten bis an dieThore von Frankenstein zu verfolgen. Nun empfing sie aber dasfeindliche Vorposten-Soutien — ein Theil des württembergschenScharfschützenbataillons, 1 Kompagnie des 10. baperschcn Regi-ments und eine Abtheilung des 1. Dragoner-Regiments — undging zum Angriff über. Der Lieutenant Offeney trat gegen eine