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die Gewehrkugeln bis in die Stadt flogen. Ein Piket am Mühl-graben bei der Ober-Mühle hatte seinen Posten unnöthig ver-lassen, und sich über die Pallisaden durch den Graben und dasoffne Ausfall-Thor nach der Stadt gezogen, so daß der Feind aufdiesem Wege unbemerkt in die Stadt gelangen konnte, wenn eraus dem Schein- einen wirklichen Angriff gemacht hätte.
Der Graf Götzen hatte, sobald er die ersten Schüsse gehört,den Rittmeister Derschau und den Lieut. Grafen Reichenbach nachdem Lager gesandt. Nach kurzer Zeit kam der Erstere zurück undmeldete, daß sich bereits ein Theil der geschlagenen Truppen mitsolcher Gewalt in die Barriere der Jungfern-Schanze gedrängthabe, daß er vvm Pferde gerissen, und der Graf Reichenbach,in dem Bemühen, die Ordnung herzustellen, beinahe von der ei-genen Mannschaft niedergestoßen worden wäre, daß ferner derOberst Albert bereits die nöthigen Vorkehrungen gegen einen An-griff des Feindes getroffen habe. Der Graf Götzen begab sichauf die Festung, wo er, da der Tag zu grauen anfing, bemerkte,daß der Feind sich gegen das Feuer der Werke überall zurückzog.Dies benutzte der Major Stößel, der Rittmeister Derschau, derHauptmann Wörmann, die Lieutenants Graf Reichenbach undNeumann, und gingen mit dem größten Theil der Kavallerie undmit so vielen Jägern und Schützen, als freiwillig folgen wollten— was aber nur von einer geringen Zahl geschah — wiederumvor, vertrieben die zurückgebliebenen feindlichen Infanterie- undKavallerie-Trupps nicht allein aus der Frankensteiner-Vorstadt,in welche sie sich geworfen und wo sie mit den ausgeschlossenenMannschaften der Kompagnie Stengel im Gefecht begriffen wa-ren, sondern auch von dem ganzen Kampfplatz, und brachten1— 7pfündige Haubitze, 1 —ßpfündige, 1 —Zpfündige und2 —lpfündige Kanonen zurück, welche der Feind noch nicht Zeit ge-habt hatte fortzuschaffen. Hätte man Truppen und mobile Ar-tillerie genug gehabt, um das Lager für die Folge behaupten zukönnen, so würde es in dieser Zeit leicht gewesen sein, es demFeinde wieder zu entreißen. Da dies aber nicht ausführbar, undder Graf Götzen sah, daß der Feind wieder mit starken Truppen-Abtheilungcn vorrückte, so sandte er den Befehl zum Rückzüge