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Zweiter Theil. Vierter Band.
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des verschanzten Lagers und im Stande sei, das Bombardementder Stadt unverzüglich zu beginnen, wolle er dennoch aus Mensch-lichkeit zu einem Arrangement die Hand bieten, und schlage des-halb eine nochmalige Unterredung und einen 4stündigen Waffen-stillstand, zur Beerdigung der Todten und Wegschaffung der Ver-wundeten, vor." Der Graf Götzen ging auf diesen Vorschlagein, und suhr um Mittag nach Wartha. Am Paßberge fand ereinen Bivouak von 4 Bataillonen und einem Kavallerie-Regi-ment Bayern, den polnischen Ulanen und einem Park von 30bis 40 Geschützen; auf dem ganzen Wege von dort nach War-tha stieß er auf eine ununterbrochene Reihe von Wagen mit ver-wundeten Freunden und Feinden. In Wartha wurde der Grafdurch den versammelten Generalstab empfangen, und sogleich zuJerome geführt. Dieser legte dem Grafen die Rapporte der Trup-pen in Schlesien und unter seinem Befehle vor; nach diesen soll-ten 20,000 Mann vor Glatz, 1 Bataillon Sachsen in und beiNeiße stehen, 2000 Mann mit Geschütz auf Glatz im Anmarschbegriffen, 10,000 Polen, die zum Theil noch unbewaffnet, zu sei-ner Disposition gestellt worden sein, und 4 — 5000 M. Fran-zosen, meist Rekonvaleszenten, in Schlesien zerstreut stehen; essollten ferner bereits 190 Stück Geschütz vor Glatz versammelt,und von Neiße noch 70 Piecen, meist Wurfgeschütz, unterwegessein. Er bot dem Grafen Götzen an, in Begleitung eines seinerAdjutanten sämmtliche Bivouaks der Truppen zu besuchen, welcheausrücken sollten, damit sich der Graf von der Wahrheit aller An-gaben überzeugen könne. Der Graf Götzen antwortete auf alle dieseVorstellungen, daß er zwar nur eine verhältnißmäßig schwache,aber auch brave Truppenzahl befehlige, und ihm eine formidable,mit einem tüchtigen Minensystem und 70' liefen in Felsen ge-sprengten Gräben versehene Festung entgegenzusetzen habe, wor-auf ihm Jerome erwiederte, daß er den Zustand von Glatz sehrwohl kenne, und wohl wisse, daß, wenn die Stadt in Feuer auf-ginge, was sein nächstes Augenmerk sein müsse, die Besatzungihre Hauptmagazine, und ein großer Theil der Garnison sein Un-terkommen verlieren, würde. Er legte nun dem Grafen ein An-griffsprojekt auf Glatz vor, eingetragen in zwei vollkommen rich-