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ohne daß man den Verräthcr entdecken konnte: das Alles ver-langte eine sehr große Energie des Vertheidigers, welche der Grafsich selber, bei seinem bedenklichen Gesundheitszustand, nicht zu-trauete, von den Personen aber, die nächst ihm den Befehl er-greifen mußten, nicht erwarten konnte, während die größte Energiedoch kaum eine 4wöchentliche Vertheidigung herbeigeführt hätte,wo dann das blühende Glatz in Asche gelegt, die Grafschaft durcheinen Vandamme in eine Wüste verwandelt gewesen wäre. Diesdie eine Seite. Auf der andern Seite die Wahrscheinlichkeit ei-nes Entsatzes durch den Beitritt Oestreichs, welchen die Nachrich-ten aus Wien als nahe bevorstehend schilderten, oder die Näheeines allgemeinen Friedens, falls die dem Grafen Götzen vonder östreichischen Grenze aus sehr sicherer Quelle mitgetheiltenNachrichten von Waffenstillstands-Unterhandlungen zwischen Ruß-land und Frankreich sich bestätigen sollten. Hiernach erscheint derGraf als General-Gouverneur von Schlesien wohl gerechtfertigt,wenn er die Konvention nicht von sich wies, sondern sie nachBeseitigung der vorgeschriebenen Formalitäten als vortheilhaft an-nahm. In diesem Sinne sprach sich auch die Untcrsuchungs-Kommission über die Kapitulation von Glatz aus; in diesemSinne erklärte auch der König: daß der Graf Götzen währendder kurzen Zeit, in welcher er das Kommando in Schlesien ge-führt, mit unermüdeter Thätigkeit sowohl in Herbeischaffung alsin Anwendung aller Streitmittel gehandelt, und zur Erreichungdes großen Zweckes, der Erhaltung Schlesiens, nichts unversuchtgelassen habe, ihm auch in Betreff der Kapitulation von Glatznichts zur Last zu legen, er vielmehr in jedem Betracht für ge-rechtfertigt zu betrachten sei. —
Der Graf Götzen schickte somit zu Jerome, und machte ihmAnzeige von dem Erfolge des Kriegsrathes, worauf festgesetztwurde, daß am 25. Morgens im Schlosse zu Hassitz die Kon-vention von den beiderseitigen bevollmächtigten Kommissarien nachder bereits getroffenen Vereinbarung entworfen und demnächst ra-tifizirt werden sollte.
Am Abend des 24. kam noch der Herr von Lüttwitz ausMittel-Steine mit einem feindlichen Trompeter, und verlangte