Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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der Lieutenant Diezelski von König von Bayern Dragoner ar-beitete und die er nun bald auf 100 Pferde brachte. Nun wur-den noch 3 Schwadronen formirt; zwei davon Ende Januarsund Anfang Februars durch die Lieutenants Elderhorst des Hu-saren-Regiments Usedom und Lützow des Regiments ReitzensteinKürassiere; die 4te etwas später durch den Lieutenant Brünnowvon Rudorf-Husaren. An Offizieren fanden sich außerdem nochein, die Lieutenants Kettenburg und Graf Wedell von König vonBayern Dragoner. — Der Kavallerie erwuchs anfänglich dasAufsuchen der im Lande zerstreut stehenden königlichen Dienst-pferde/ bis später auch das Land selbst thätige Hülfe leistete. Sostellten in dem ersten Drittel des Februars die Stände des Greif-fenberger Kreises 158 Pferde zur Bildung der 4. Schwadron.Die Pferde, besonders die ehemaligen königlichen Pferde, warenmeist abgetrieben und schlecht, die Bewaffnung bunt und anfäng-lich größtentheils mit Picken. Die Pistole wurde, wo eine vor-handen war, mit einem Strick über die Schulter getragen. Mansah alle mögliche Arten von Sätteln, theilweise fehlten sie ganz;die Zäumung bestand großentheils aus Stricken.

Die Formation einer Jägerkompagnie übernahm, nachdem Abgang des Hauptmanns Dobrowolsky nach Kolberg, derOberförster Otto. Er hatte als Forstmann eine genaue Kennt-niß dieses Theiles der Provinz und kannte die tüchtigsten Leuteseines Faches, welche er um sich versammelte und für welche dasLand nach Kräften Büchsen lieferte.

Die Organisation der Artillerie fiel dem ehemaligen Ar-tillerie-Lieutenant Fabc anheim, der mit den unzureichendsten Mit-teln das Mögliche leistete. Die auf den Schiffen in der Stepe-nitzer-Bucht genommenen Kanonen waren von zu schwerem Ka-liber um als Feldgeschütze gebraucht zu werden und wurden daherspäter zur Bewaffnung eines Kanonenbootes und in der May-kuhle gebraucht. Mit Hülfe der Kommandantur und auf andernWegen brachte man dafür bis Anfang Februars 4 —3pfündigeeiserne Kanonen und 1 Amüsette zusammen. Die Kanonen dien-ten zur Bildung einer reitenden Batterie, bei der der Muth und